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Pressebericht
aus:
Mindener Tageblatt, 13. August 2003
Bei der
Warenplatzierung spielt der Rechtsdrall eine Rolle

Der Veltheimer Hans-Günther Lemke hat Teil 2 seiner
"Trilogie des Verkaufens" veröffentlicht / Freitag für Sonderaktionen
geeignet.
"Der Handel geht an Umsätzen vorbei", sagt Hans-Günther Lemke. Mit
besserer Warenplatzierung lasse sich ein deutliches Umsatzplus erzielen.
Zu diesem Thema hat der selbständige Führungs- und Verkaufstrainer ein
Buch geschrieben. Es ist Teil 2 seiner "Trilogie des Verkaufens", wie
Lemke die Serie selbst bezeichnet. Der erste teil hat sich mit
Diebstahlverhütung befasst und wurde im MT bereits vorgestellt, der
dritte wird vom veränderten Konsumverhalten in der Wirtschaftskrise
handeln und der damit erforderlichen Kundenorientierung.
Licht ist wichtig für schnelles Bezahlen
Das 100 Seiten starke Buch über die Warenplatzierung richtet sich in
erster Linie an die Händler. Aber auch der Kunden erfährt einiges über
sich und seine Vorlieben. "Einige Gänge mag der Verbraucher überhaupt
nicht", weiß Lemke und bezieht sich auf einschlägige Studien. Außerdem
sind die meisten von uns rechtslastig: sie haben einen Rechtsdrall in
ihrer Laufbewegung und blicken und greifen bevorzugt nach rechts.
Interessant ist auch, dass Mittelgänge seltener genutzt werden als
Außengänge und dass Kunden dunkle Ecken meiden; Licht ist wichtig.
Auch die Laufgeschwindigkeit wurde untersucht: Nach einem relativ
schnellen Eintreten ins Geschäft verlangsamen die Verbraucher ihre
Geschwindigkeit und beschleunigen dann wieder zur Kasse hin. "Dort ist
dann schnelles Bezahlen wichtig und ein Merkmal der Kundenorientierung",
sagt Lemke.
Wenige Artikel sind wirkliche Renner
"Logisch demzufolge, dass der erfolgreiche Händler seine umsatzstärksten
Artikel nicht in dunklen schmalen Gängen links oben auf dem Regal
platzieren sollte. Besonders den häufig nachgefragten Produkten muss er
sein Augenmerk widmen, denn: "80 Prozent des Umsatzes werden mit nur 20
Prozent der Artikel gemacht."
Um sich von den Mitbewerbern abzusetzen, gewinnen laut Lemke so genannte
Erlebnisplatzierungen an Bedeutung. Sie machen offensiv auf Produkte
aufmerksam. Jeder kennt die freundliche Frau am Stand, die einem
Häppchen reicht, in der Hoffnung, dass das Appetit aufs Kaufen macht.
"Wichtig ist, dass Sonderplatzierungen niemals den normalen
Geschäftsablauf negativ beeinflussen. Vor allem dürfen sie die Kunden,
die nicht teilnehmen möchten, verärgern", sagt Lemke. Auch der Zeitpunkt
für solche Aktionen ist wichtig.
Der Freitag ist der umsatzstärkste Wochentag und bietet sich für
Erlebnisplatzierung besser an als der schwache Montag. Außerdem, so
Lemke, seien Kunden an den ersten fünf bis sieben Tagen eines Monats
eher bereit, Geld für nicht geplante Einkäufe auszugeben.
Wer nun plant, das neue Buch von Hans- Günther Lemke zu kaufen, kann die
im Verlag Dr. Müller erschienene Broschüre in den Buchläden bekommen
oder direkt über den Autor (Telefon 05706-1518) beziehen.
Von Dirk Haunhorst
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