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Pressebericht
aus: Westfalen Blatt, 30.07.2003
Hans-Günther Lemke schreibt Buch über die optimale Platzierung von
Waren:
Das Geheimnis der cleveren Präsentation

Meistens weiß Hans-Günther Lemke sehr genau, was er will: Für dieses Jahr hat sich der im
Ortsteil Veltheim wohnende Portaner zum Beispiel das Ziel gesetzt,
insgesamt drei Bücher zu veröffentlichen.
Seine Halbzeitbilanz ist makellos. Seine zweite Print-Publikation, sie
heißt "Mehr Umsatz mit optimaler Warenplatzierung", ist jetzt gerade im
VDM-Verlag Dr. Müller erschienen.
Wenn er hingegen einkaufen geht, gehört der Autor zu den Leuten, die
sich im Vorhinein allenfalls dazu entschließen, drei ganz bestimmet
Produkte zu kaufen, aber mit wesentlich mehr Waren nach hause kommen.
Und wie man speziell diese Klientel der leicht unentschlossenen und
somit auch - je nach Sichtweise - entweder beeinflussbaren oder
gegenüber neuen Kaufanreizen "offeneren" Verbraucher als Einzel- und
Fachhändler erreicht, davon handelt sein neues Fachbuch.
"Entscheidungen aus dem Bauch heraus"
"Zwei Drittel aller Kaufentscheidungen werden erst im Geschäft, zumeist
aus dem Bauch heraus getroffen", weiß Lemke zu berichten. Eine clevere
Warenpräsentation kann demnach entscheidend dazu beitragen, den
Kaufimpuls zu wecken.
Nachdem er sich zum Jahresanfang mit dem Thema der Ladendiebstahls-
Verhütung beschäftigt hatte, geht es diesmal unter anderem um effektive
Regalplatzierung, verkaufsstarke Ladenzonen und die Eigenheiten des
Kundenlaufs.
Lemke kennt sich als gelernter Einzelhandelskaufmann, langjähriger
Filialleiter in Verbrauchermärkten, Geschäftsführer in SB - Warenhäusern
und nicht zuletzt selbst als Kunden und Verbraucher bestens aus- so gut,
dass er sein in jahrelanger Praxis erworbenes Wissen auch als Führungs-
und Verkaufstrainer an Interessierte weitergibt.
Der heutige Verbraucher kann seiner Meinung nach anhand von fünf
Grundorientierungen charakterisiert werden: Er sucht nicht nur in der
Urlaubs- und Freizeitgestaltung Erlebnisse und Spaß, sondern begrüßt
auch beim Einkaufen die Verknüpfung mit Entertainmentelementen
"Erlebnis- und Funorientierung").
"Man muss Erlebnisse für die Kunden schaffen", so Lemke, der dazu neben
der Ausrichtung von zum Beispiel einer Bayrischen Woche oder eines
Bastelwettbewerbs auch ganz einfache, kostengünstige Erfolgsrezepte
erzählt.
"Man kann zum Beispiel ein Glas mit Erbsen füllen und die Kunden die
Zahl der Erbsen schätzen lassen. Ganz wichtig sei es dann, den Gewinn
möglichst schon am Ende der Woche im Laden zu verlosen, so dass der
Preis gleich mitgenommen werden kann."
Zweitens gebe es eine Convenience-Orientierung, d.h., der Verbraucher
will bequem und stressfrei seine Einkäufe erledigen. Ferner spiele nach
wie vor die "Marken- Orientierung" eine wichtige Rolle, die besonders
stark an der jüngeren Generation ausgeprägt sei.
Nicht zuletzt durch die wirtschaftlich schlechte Grundstimmung komme der
"Preis- Orientierung" eine immer stärkere Rolle zu, so dass sich der
aufgeklärte Kunde von heute immer öfter mal als "Rabattjäger" betätigt.
Bedingt durch zahlreiche Lebensmittelskandale würde auch die Bio- und
Öko- Orientierung eine immer stärkere Bedeutung erlangen. Auf diese
Faktoren und die daraus resultierenden Verhaltensweisen müssten die
Händler reagieren- so auch auf die Erkenntnis, dass sich die
Verweildauer im Laden verringert hat.
Folglich sollte darauf hingearbeitet werden, den Kunden so lange wie
möglich im Geschäft zu halten und ihn zusätzlich an so viele
Warengruppen wie möglich, entlang zu führen. Von Bedeutung sei auch die
Planung der Beleuchtung.
"Es wird lieber in helle Bereiche gegangen als in dunklere", analysiert
Lemke, der außerdem den Rat gibt, zur Umsatzförderung auf warmes und
freundliches Licht zu setzen- so dass keine kühle OP- Atmosphäre wie im
Krankenhaus entstehe.
Auch der so genannte Tunneleffekt müsse vermieden werden- allzu schmale
Gänge würden abschrecken. "Deswegen meiden viele Leute auch den
Weserauentunnel", erläutert der Mittvierziger.
Anhand mehrerer Checklisten können die Leser, sofern sie zu den Einzel-
oder Fachhändlern zählen, auch nachprüfen, inwieweit ihre Produkte
bereits gut platziert sind und ob ihr Geschäft generell gut aufgestellt
ist.
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