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Ein gelungener Gesprächseinstieg ist die Basis für ein erfolgreiches
Verkaufsgespräch. Dabei sind es oft Kleinigkeiten, die für eine positive
Grundstimmung sorgen, meint Handelsberater Hans-Günther Lemke.
Das Wichtigste ist auch heutzutage immer noch der persönliche Kontakt
zum Kunden in einem Geschäft. Bekanntermaßen kommt ein zufriedener Kunde
im Zoofachgeschäft eher wieder und empfiehlt das Geschäft auch weiter,
was wiederum neue Kunden mit sich bringt.
Dazu gehört jedoch auch, dass alle Mitarbeiter in einem Geschäft die
Formen und Gesprächstechniken im Verkauf genau kennen und daraufhin auch
regelmäßig „geschult“ und „trainiert“ werden.
Untersuchungen bei erfolgreich geführten Verkaufsgesprächen haben
ergeben, dass sich jedes Verkaufsgespräch im Grunde in drei große Phasen
teilt, die dann wiederum in verschiedene Teilabschnitte zergliedert
werden können. Das allein wäre noch nichts Neues. Interessant war aber,
dass bei erfolgreich geführten Verkaufsgesprächen jede einzelne Phase
vollkommen abgeschlossen war, bevor zur nächsten übergegangen wurde.
Störungen im Verkaufsgespräch traten immer dann ein, wenn eine der
Vorphasen nicht abgeschlossen war.
Bedeutet: Jedes Verkaufsgespräch gliedert sich in eine Kontaktphase, in
eine Angebotsphase und eine Abschlussphase.
Wenn Sie als Verkäufer z. B. ohne jeglichen Kontakt zum Kunden und ohne
eine Vertrauensbasis geschaffen zu haben, den Kunden zum Abschluss
bringen wollen, so werden Sie feststellen, dass er mit größter
Sicherheit keine Entscheidung trifft.
Gelingt es Ihnen jedoch, diese Vertrauensbasis im Gespräch herzustellen,
dann lernen Sie viel eher die konkreten Vorstellungen und Wünsche Ihrer
Kunden kennen und können so zu einem Abschluss kommen.
Das bedeutet in der Praxis, dass Sie, wenn eine Vorstufe nicht
abgeschlossen ist, immer in einer darauf folgenden Stufe Schwierigkeiten
haben. Diese lassen sich nur dadurch lösen, dass Sie wieder in die
Vorstufe „zurück steigen“.
Als Erkenntnis für Sie heißt das, dass grundsätzlich die Phasen des
Verkaufsgespräches genau in ihrer Reihenfolge eingehalten werden müssen
und dass Schwierigkeiten in einer bestimmten Phase des
Verkaufsgespräches meist auf einem unbefriedigenden Abschluss einer
Vorphase beruhen.
Die Kontaktphase
Die Kontaktphase dient dazu, Ihnen als Berater und Verkäufer für Ihr
Verkaufsgespräch eine positive Ausgangsbasis zu schaffen.
Die Kontaktphase ist eine der wichtigsten im Beratungsgespräch und gilt
dann als abgeschlossen, wenn folgende Merkmale erreicht sind:
Gleichwertige Gesprächspartner
Das heißt, beide Gesprächspartner( Kunde-Verkäufer) akzeptieren sich und
stehen auf der gleichen Ebene (sprechen die gleiche Sprache).
Gemeinsames Interesse
Voraussetzung hierfür ist, dass der Kunde zunächst einmal überhaupt an
Ihrer Beratung interessiert ist und zweitens, dass über etwas gesprochen
wird, was für beide von Interesse ist. Für Sie als Verkäufer ist es dazu
wichtig, über Dinge zu sprechen, von denen Sie der Meinung sind, dass es
für Ihre Kunden interessant wäre bzw. Ihnen einen Vorteil bietet.
Positive Gesprächsatmosphäre
Das heißt, dass Sie versuchen sollten, die jeweiligen Gesprächsthemen
positiv zu behandeln und so eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu
schaffen.
„Es gibt meist keine zweite Chance für den Ersten Eindruck“
Die Vertrauensbasis schaffen beginnt schon bei der Begrüßung. Da die
Zeitspanne in der sich beim Gegenüber das „erste“ und meist auch
entscheidende Bild im Unterbewusstsein formt sehr kurz ( ca. 30 -35
sec.) ist, kommt es darauf an, dass Sie bei Ihrem Gegenüber mit den zur
Verfügung stehenden Mitteln, wie Gestik, Mimik Körpersprache und
Blickkontakt bereits vor der sprachlichen Kontaktaufnahme einen
positiven Grundeindruck formen.
Grundhaltung und Signal an den Kunden muss immer sein:
-
Freundlichkeit
-
Hilfsbereitschaft
-
Lächeln, Ausstrahlung, Vertrauen, durch
seine „Brille“ sehen
-
Kunden immer mit Namen ansprechen- wenn
bekannt
-
Nach der Begrüßung eine offene Frage
stellen
-
„Was darf es sein?“ „Wie kann ich
helfen?“
Bei bekannten Kunden:
Noch ein paar Tipps zur Körpersprache
Was Sie nicht tun sollten, wenn Sie den Kunden ansprechen:
-
Kunde nicht anschauen
-
Kunden anstarren
-
Hände in die Hüften
-
Beide Hände in die Hosentaschen
-
Kopf oder Haltung zu stark nach vorne
(wirkt provozierend
-
Übertriebene Gestik
-
Arme verschränken
-
Mit Kugelschreiber herumfuchteln
-
Zu unterwürfige Haltung ( nach hinten)
-
Sprache und Körper nicht übereinstimmend
Hans-Günther Lemke
Porta Westfalica |