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Der Hauptgrund für den Verlust von Kunden
liegt in der fehlenden oder auch unzureichenden Kommunikation, meint
Verkaufstrainer Hans-Günther Lemke. Wichtig für eine positive
Kommunikation sowohl im Verkaufs- als auch im Reklamationsgespräch sind
vor allem die richtige Wortwahl, eine positive Formulierung, die
Lautstärke und der Tonfall.
Warum verliert heutzutage ein Geschäft
Kunden? Studien und Untersuchungen der letzten Jahre haben folgendes
Bild ergeben:
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68% werden missachtet oder gleichgültig
behandelt
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14% beschweren sich vergeblich
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9% kaufen woanders günstiger
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5% kaufen bei Freunden und Verwandten
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3% ziehen weg
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1% versterben
Die Kommunikation mit dem Kunden muss
deshalb ständig verbessert werden! In jedem Reklamationsgespräch, wie
auch in einem „normalen“ Verkaufsgespräch, ist es besonders wichtig,
eine positive Kommunikation mit dem Kunden zu haben und die
Kommunikationstechniken zu „beherrschen“. Dazu gehört in erster Linie
unsere Sprache, d.h., die richtige Wortwahl, eine positive Formulierung,
die Lautstärke und der Tonfall.
Der erste Eindruck ist mit entscheidend!
Eine freundliche Begrüßung im persönlichem
Gespräch oder auch am Telefon ist mit entscheidend, dass ein
Reklamationsgespräch auch positiv weiter verläuft. Je freundlicher wir
sind, desto schwerer fällt es auch einem sehr verärgerten Kunden,
„loszubrüllen“ oder beleidigend zu werden. Dazu müssen wir einige
Grundregeln beachten.
Die persönliche Begrüßung
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Gehen Sie auf den Kunden zu- halten Sie
jedoch eine angemessene Distanz (1-2 Meter sind in Ordnung.)
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Gehen Sie offen auf den Kunden zu und
begrüßen Sie ihn mit einem Lächeln.
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Begrüßen Sie den Kunden der Tageszeit
angemessen, „Guten Tag“, „Guten Abend“ usw.
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Ob Sie den Kunden mit Handschlag
begrüßen, hängt davon ab, ob der Kunde Ihnen von sich aus die Hand
reicht oder nicht. Der Handschlag sollte nicht zu „weich“ und nicht
zu „hart“ sein.
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Halten Sie stets Augenkontakt- bei einem
eher schüchternen Kunden, der dem Blick ausweicht, den Kunden nicht
fixieren.
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Beurteilen Sie den Kunden nicht nach
seiner Kleidung. Es gibt Menschen, die genügend Geld haben und nicht
viel Wert auf Ihr Äußeres legen.
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Wenn Sie merken, dass der Kunde sehr
aufgeregt ist, versuchen Sie, das Gespräch nicht im Verkaufsraum zu
führen, wo andere Kunden mithören können.
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Niemals den Kunden unterbrechen- er soll
auch erst „Luft ablassen“. Zuhörregeln beachten.
Die telefonische Begrüßung
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Gehen Sie spätestens nach dem dritten
Klingeln ans Telefon.
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Melden Sie sich am Telefon: „Firma
Müller, Guten Tag, mein Name ist Inge Meier.“ (der Tageszeit
angemessen).
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Bleiben Sie immer freundlich – ein
kleiner „Trick“: Stellen Sie sich einen Spiegel neben das Telefon,
so dass Sie ihr Gesicht immer sehen können und eher lächeln.
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Wenn der Kunde seinen Namen nicht gleich
von sich aus nennt, fragen Sie freundlich nach: „Sagen Sie mir bitte
Ihren Namen?“
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Bei schwierigeren Kundennamen: Sagen
Sie: „Ich habe Ihren Namen leider nicht richtig verstanden. Bitte
buchstabieren Sie Ihren Namen, ich möchte ihn gerne richtig
aussprechen,“ (auch wichtig für eventuellen späteren Briefwechsel).
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Auch dadurch zeigen Sie dem Anrufer,
dass Sie sich für ihn interessieren.
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Wenn Sie merken, dass der Kunde sehr
aufgeregt ist, versuchen Sie, das Gespräch nicht im Verkaufsraum zu
führen, wo andere Kunden mithören können.
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Auch am Telefon gilt: Den Kunden nicht
unterbrechen!
Zum professionellen Umgang mit Reklamationen
gehört auch, dass man sich nicht persönlichen getroffen fühlt. Dieser
Grundsatz ist umso wichtiger, je verärgerter oder emotionaler ein Kunde
auftritt. Nicht jeder Kunde ist in der Lage, sein Problem in ruhig
gesetzten Worten sachlich zu formulieren. Sie müssen damit rechnen, je
nach Persönlichkeitsstruktur und Temperament des Kunden, dass Ihnen auch
Beleidigungen, direkte Vorwürfe und Anschuldigungen entgegengeschleudert
werden.
Vermeiden Sie Reizformulierungen:
Beispiele:
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Wenn Sie ehrlich sind...“
-
„Sie sollten das nicht tun...“
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„Bei meinen Erfahrungen...“
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„Sie werden das nicht tun...“
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„Das trifft auf keinen Fall zu...“
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„Als Sportfachmann sage ich Ihnen...“
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„Das müssen Sie doch einsehen...“
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„Sie irren sich, wenn Sie glauben...“
-
„Sie müssen schon entschuldigen...“
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„Da sind Sie aber auf dem Holzweg...“
-
„Wie können Sie so etwas behaupten...“
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„Jeder vernünftige Mensch weiß doch...“
-
„Das können Sie mir doch nicht
erzählen...“
-
„Nein, das dürfen Sie nicht....“ (Warum
nicht?)
-
„Ach Quatsch, ich bin doch nicht von
gestern...“
-
„Na, aber hören Sie mal, das ist doch
Unsinn...“
-
„Wie ich Ihnen schon ausführlich erklärt
habe...“
-
„Sie haben mich wohl nicht richtig
verstanden
Sagen Sie auch nicht:
-
„Der Computer hat…“
-
„Unsere EDV hat…“
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„Die Zentrale will…“
Übernehmen Sie immer die Verantwortung und
zeigen dadurch ein spürbares Einfühlungsvermögen.
Beispiele für positive Umformulierungen
bei einer Aussage:
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Das geht
nicht. |
In Ihrem Fall
könnten wir Folgendes machen… |
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Da müssen Sie
warten.
(Am Telefon) |
Im Moment
wird noch gesprochen. Wann darf ich Sie zurückrufen?
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Der
Verantwortliche ist nicht da. |
Der
Verantwortliche ist nicht da. Darf ich Ihnen weiterhelfen? Oder:
Wenn der Verantwortliche da ist, wird er Sie anrufen.
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Eine
Reklamation kann ich als Verkäufer besser beurteilen. |
Es sieht im
Moment so aus, dass… |
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Sie müssen
schon entschuldigen. |
Bitte
entschuldigen Sie die Reklamation und dass Sie sich geärgert
hatten. |
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Dafür bin ich
nicht zuständig. (Am Telefon) |
Am
schnellsten kann Ihnen unser Herr Müller helfen. Darf ich Sie
mit ihm verbinden? |
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Da haben Sie
mich ganz falsch verstanden. |
Da habe ich
mich sicher missverständlich ausgedrückt. Entschuldigen Sie
bitte. |
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Das machen
wir immer so. |
Schauen wir
einmal nach, was wir hier für Sie tun können. |
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Regen Sie
sich doch nicht so auf. |
Lassen Sie
uns das Problem gemeinsam anschauen. |
Hans-Günther Lemke
Porta Westfalica |