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Pressebericht
aus: SAZ-College 01.09.2010
Ja wo laufen sie
denn? |
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Die richtige Präsentation der Sortimente spielt auch im Sport- und Bikehandel eine entscheidende Rolle. Dazu kommt, dass der Kunde im Fachhandel eher eine optisch ansprechende Platzierung erwartet, als in anderen Vertriebsbereichen. Auch zwei weitere Gründe sprechen heute dafür, dass sich des Themas „Warenpräsentation“ mehr denn je angenommen wird:
Zum ersten: Viele, wenn nicht sogar die meisten aller Kaufentscheidungen werden nach wie vor immer noch im Geschäft selbst gemacht. Wir sprechen hier von einem Kaufimpuls, der im Geschäft erst entsteht. Dabei kommt es eben darauf an, wie die Waren im Geschäft präsentiert werden, damit der Kunde "Lust" bekommt, den Artikel zu kaufen, auch wenn dieser nicht auf dem Einkaufszettel steht.
Zum zweiten: Das in den letzten Jahren veränderte Einkaufsverhalten der Verbraucher. Der Kunde von heute ist kritischer, umwelt- und preisbewusster geworden. Es wird auch immer wichtiger werden, dass sich besonders der Fachhandel noch mehr Gedanken als in der Vergangenheit darüber macht, wer in seinem Geschäft einkauft und warum.
Nicht nur ein Geschäftsinhaber, der kurz vor einer Neueröffnung steht, sondern auch das bestehende Geschäft muss immer wieder über die Aktualität und Komplexität seiner Sortimente „nachdenken“. Es macht heute für den Fachhandel keinen Sinn mehr, so viele Produkte wie in einem Geschäft „unterzubringen“ sind, anzubieten. „Spezialisierung“ und „Schwerpunktsortimente“ sind der Schlüssel für den Fachhändler, um sich von den Wettbewerbern abzuheben und um seinen Kunden etwas Besonderes zu bieten.
Auch ausgefallene Zusatzartikel im Gesundheitsbereich (z.B. Vitaminpräparate) oder ein Fanshopbereich eines Sportvereines national oder auch regional können solche speziellen Sortimente sein.
Das Verhalten des Verbrauchers bzw. des Kunden von heute in einem Geschäft zu kennen und zu erkennen, ist eine wichtige Voraussetzung für die Anordnung der verschiedenen Platzierungswarengruppen.
Dabei ist es sinnvoll, zumindest alle 2-3 Jahre das eigene Geschäft hinsichtlich der Platzierungsformen zu überprüfen und anhand neuester Erkenntnisse aus Kundenlaufstudien und repräsentativen Zahlen und Daten, verschiedene Umplatzierungen vorzunehmen.
Das Motto lautet heute „Kundenneuromarketing“, was nichts anderes bedeutet, als sich in die Gedankengänge der Kunden hinein zu versetzen und diese Erkenntnisse für das eigene Geschäft zu nutzen.
Bei allen bekannten und bisherigen Kundenlaufstudien und Befragungen an Endverbraucher sind folgende Fragen zu klären und zu beantworten:
Grundsätze aus Kundenlaufstudien aus den letzten Jahren haben ergeben:
Demzufolge gibt es in jedem Geschäft verkaufsstarke und verkaufsschwache Zonen oder auch Abteilungen. Entscheidend für eine Verbesserung der Ladenzonen ist zunächst, dass man sich der starken und der weniger umsatzträchtigen Geschäftszonen bewusst ist.
Merkmale von verkaufsaktiven Ladenzonen:
Zu den verkaufsstarken Ladenzonen zählen:
Merkmale von verkaufsschwachen Ladenzonen:
Zu den verkaufsschwachen Ladenzonen zählen:
Es gilt also, die verkaufsschwächeren Ladenbereiche aufzuwerten. Welche Möglichkeiten habe ich überhaupt? Alles fängt bereits mit dem Außenbereich an. Es gibt keine zweite Chance für den Ersten Eindruck! Ein wirklich wahrer Ausspruch, den auch viele Kundenbefragungen ergeben.
Die schönste und beste Innendekoration nutzt wenig, wenn der Kunde schon vor dem Eintreten einen schlechten Eindruck von dem Geschäft hat, weil der Außenbereich nicht sauber und frei zugänglich ist.
1. Das Schaufenster- Ihre Visitenkarte „lebt“ immer von der Kreativität des Gestalters und muss zu den angebotenen Produkten im Geschäft passen. Schon hier soll der Kunde durch eine gute Präsentation in das Geschäft "gelockt" werden. Die Devise lautet: Weniger ist mehr, d.h., das Schaufenster sollte nicht mit Waren "vollgestopft" sein. Es ist sinnvoll, durch bewusst platzierte Einzelprodukte, Aufmerksamkeit zu erregen. Diese dienen dann als Hinweis auf Neuware oder zielen ab auf saisonale Anlässe wie Weihnachten.
2. Der Eingang
ist der Willkommensgruß an den Kunden. Er sollte offen und hell sein,
sowie einladend wirken. Es ist sinnvoll, dass man schon vor dem Eingang
stehend
3. Sauberkeit und Ordnung ist das grundsätzliche Gebot für jedes Geschäft. Hierbei gilt zu überlegen, ob vor dem Geschäft z.B. Zigarettenascher und Mülleimer sinnvoll sind. So kann man vermeiden, dass Raucher ihre Zigarettenstummel achtlos auf den Gehweg werfen. Auch dienen Fahrradständer der Kundenbindung und stellen einen Service dar.
4. Schaffen Sie Atmosphäre! Farben beeinflussen die Atmosphäre im Verkaufsraum außerordentlich. Empfehlenswert sind dezente und eher helle Farben (Pastelltöne, Beige) und Muster. Dunkle Farbnuancen "schlucken" Licht und können beim Kunden eine negative Stimmung erzeugen. Dies gilt es besonders bei der Wand- und Deckengestaltung zu beachten
Die Beleuchtung soll die Warenwirkung erhöhen. Empfehlenswert sind vor allem warmweiße Lichtfarben, die eine exklusivere und wärmere Atmosphäre schaffen.
5. Übersichtlichkeit ist für die Kunden von heutzutage ein wichtiges Kriterium, damit sie gerne wiederkommen und zu Stammkunden werden. Bei größeren Geschäften, die neben dem Normalsortiment auch Zusatzsortimente anbieten, müssen Kunden durch Hinweisschilder in Sichthöhe aufmerksam gemacht werden.
6. Preisauszeichnung ist eine gesetzliche Notwendigkeit und auch noch heutzutage für die Kunden wichtig, da in Untersuchungen immer wieder festgestellt worden ist, dass bei nicht ausgezeichneten Artikeln der Verbraucher eher nicht kauft. Auch für die Schaufensterpräsentationen. Dazu kann man sich verschiedener Mittel bedienen. Z.B. durch auffälliges und helleres Licht ( z.B. mit Spotlichtstrahler) oder auch durch eine Blickfang- und Erlebnisplatzierung. Auch können große Plakate mit besonderen Fotos und Bildern ein „Eye- Catcher“ für den Kunden sein, um diesen in die etwas „unattraktiveren“ Ladenbereiche zu „locken“.
7. Die Regalplatzierung Für die meisten Herstellerfirmen und auch für die meisten Geschäfte wird der Hauptumsatz über die Regalplatzierung bzw. Stammplatzierung gemacht. D.h., der meiste Umsatz wird mit dem Standort umgesetzt, wo die Ware fast immer, außer bei Aktionen, dem Kunden und Verbraucher angeboten wird. Dies kann natürlich auch eine große freie Fläche im Geschäft sein.
Folgende Erkenntnisse sind gesichert und nachgewiesen:
Entscheidend für die Bewertung der Regalzonen ist auch immer der Abstand, den Kunde vom Regal wählt, was meist unbewusst passiert. Je kleiner der Abstand des Kunden zum Regal ist, desto kleiner ist auch das Blickfeld des Kunden. Aus diesem nachvollziehbaren Grund macht es häufig Sinn, nicht zu viele Regalböden einzubauen und unterschiedlich tiefe Böden zu platzieren. Es ist wichtig, zu wissen, wie die Rangfolge und Wertigkeit der einzelnen Regalböden ist. Wir unterscheiden beim Gesamtregal:
Die verschiedenen Regalzonen Natürlich ist es beim Einräumen der Artikel nicht unwichtig, auf welchen Regalboden diese platziert werden. Auch in einem Regal gibt es verkaufsstärkere und verkaufsschwächere Bereiche. Durch genaue Kenntnisse der Wertigkeiten und Bedeutung der einzelnen Regalzonen kann die Ware optimal und den Handelszielen gerecht, platziert werden.
Wir unterschieden:
Die Sichtzone ist die umsatzstärkste Zone in einem Regal, die Reckzone die umsatzschwächste. Die Zone oberhalb 170 cm kann als kleines Warenlager genutzt werden, besonders für Artikel, die häufig nachgeräumt werden müssen.
Natürlich gibt es nicht immer nur vier Regalböden für ein Sortiment, so dass es ziemlich leicht ist, die Regalzonen genau nach den Wertigkeiten einzuteilen. Manchmal müssen auch mehrere Regalböden genutzt werden, um vollständige Sortimente „unterzubringen“.
Dies stellt jedoch für den Betreiber oder Einrichter kein großes Problem dar. Es muss beim Einsortieren von Produkten vorab genau überlegt und geplant sein, nach welchen Kriterien die Produkte und Artikel platziert sein sollen. Dies kann nach Ertrags- und Umsatz- oder auch Imagegesichtspunkten erfolgen.
Die Regalplatzierungsformen Es haben sich in den letzten Jahren zwei verschiedene Arten der Regalplatzierung etabliert.
Die horizontale Platzierung
Nachteile:
Die vertikale Platzierung
Nachteile:
Es hat sich herausgestellt, dass sich die Vertikalplatzierung als die umsatzstärkste gilt.
Mehr Infos im Buch „Mehr Umsatz mit optimaler Warenplatzierung“ im VDM- Verlag Dr. Müller, ISBN 3-936755-18-3, 100 Seiten, 24,80 Euro plus Versandkosten. Bestellung unter: lemke-porta@t-online.de
Hans-Günther Lemke Porta Westfalica |
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| Hans-Günther
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