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Pressebericht
aus: pet, 04.08.2010 Echt oder falsch? |
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Verhalten und Erkennung von Falschgeld
Mit der Einführung des Euro- Bargeldes im Januar 2002 ging die Geldfälschung zunächst zurück. Heute, mehr als acht Jahre danach, haben sich auch die Geldfälscher an die neue Währung gewöhnt. Auch werden Fälschungen immer besser. 52500 Fälschungen registrierte die Deutsche Bundesbank im gesamten Jahr 2009 im Zahlungsverkehr, was einen Schaden in der Höhe von 3,1 Millionen Euro ausmacht.
Auffällig: Die Anzahl der Fälschungen ist um 28% gestiegen.
Am meisten gefälscht wird der 50-Euroschein (49%), ihm folgen der 20-Euroschein (28%), der 100-Euroschein (17%) und der 200- Euroschein (3%). In 2009 gab es zum Vorjahr weniger Fälschungen bei Münzen, jedoch insgesamt noch 45820 falsche Münzen. Hier war die Aufteilung wie folgt:
Euro- Falschmünzen sind in der Regel nur bei sehr sorgfältiger Prüfung visuell von echten Münzen zu unterscheiden. Folgende Hinweise können die Echtheitsprüfung von Münzen erleichtern:
Auch ist verstärkt darauf zu achten, dass es sich immer um eine Münze aus dem Euro-Raum handelt, da es auch Länder, wie z.B. die Thailändische Baht- Münze oder die Türkische Lihra-Münze gibt, die der z.B. 2-Euro- Münze sehr ähnlich sind, jedoch einen wesentlich geringeren Wert haben.
Bei dem Falschgeld in Papierform gibt es mittlerweile verschiedenartige Prüfgeräte auf dem Markt. Der "Quicktester" sieht aus wie ein Stift. Zieht man mit diesem über den Schein einen Strich, so verfärbt er sich bei einem "falschen" Schein schwarz, bei echten Scheinen ist nicht zu sehen. Der "Quicktester" ist handlich in der Anschaffung günstig. Der Nachteil ist, dass der Stift meist nur die schlechteren Fälschungen erkennen kann.
Eine bessere, wenn auch eine kostenintensivere Alternative ist der Einsatz von UV-Lampen in den Kassentischen. Der Vorteil ist hier, dass die einfachen Fälschungen erkannt werden können und der Mitarbeiter an der Kasse kein Gerät in die Hand nehmen muss. Echte Banknoten leuchten farbig auf, falsche Scheine erscheinen in einem blauen Licht. Aber auch hierbei ist es Fälschern schon gelungen, die UV- Lampen durch gut gemachte "Blüten" zu überlisten.
Bei neueren Geräte wie z.B. der Firma Tellermate wird der Geldschein nur noch in das Gerät gelegt und dieses prüft und kontrolliert gleich mehrere Kriterien ohne Mehraufwand des Personal ab. Auch ein Vorteil: Diese Prüfgeräte können auch verschiedene Währungen bzw. Banknoten auf Echtheit jederzeit erkennen.
Die beste Möglichkeit, wenn auch teuerste Methode zur Absicherung sind deshalb Geldprüfgeräte, die immer mehrere Sicherheitsmerkmale der Geldscheine überprüfen können. Wenn keine technischen Hilfsmittel in einem Geschäft vorhanden sind, hilft nur noch der aufmerksame Mitarbeiter. Das heißt:
Fühlen: Auf der Banknotenvorderseite ist ein ertastbares Relief, insbesondere die Abkürzungen der Europäischen Zentralbank BCE, ECB, EZB, EKT, EKP, die Wertzahl und die Abbildungen der Fenster und Tore.
Kippen: Die Spezialfolien mit den unterschiedlichen optischen veränderlichen Motiven werden sichtbar. Die rechte Wertzahl auf der Rückseite weist bei Banknoten (50 Euro, 100 Euro, 200 Euro, 500 Euro) eine sich verändernde Farbe auf.
Sehen: Im Gegenlicht ist zu prüfen, ob das Wasserzeichen echt ist, der Sicherheitsfaden vorhanden ist, ob die Elemente des Durchsichtsregisters exakt aufeinander passen
Es reicht nicht aus, nur ein Sicherheitsmerkmal zu prüfen, besser sollten immer alle Merkmale auf Echtheit geprüft werden. Hierzu gibt es ausführliches Infomaterial und sogar Lernprogrammen für Kassemitarbeiter bei der Deutschen Bundesbank. Infos unter: www.deutsche-bundesbank.de.
Im Folgenden finden Sie einige nützliche Tipps für das richtige Verhalten im Falle eines Falschgeldverdachts:
Noch ein wichtiger Hinweis: Auch wenn Falschgeld nicht ersetzt wird, sollte kein Händler auf die Idee kommen, sich schadlos zu halten, in dem er Falschgeld wieder in Umlauf bringt. Denn wer heute wissentlich Falschgeld einkassiert hat und weitergibt, macht sich strafbar lt. Paragraph 36 laut Bundesbank- Gesetz. Hier können Geldbußen bis zu 300.000 Euro drohen.
Hans-Günther Lemke Porta Westfalica |
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| Hans-Günther
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