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Pressebericht
aus: Der Mineralbrunnen, 04.08.2010
Mehr Umsatz mit
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Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Vor- und Nachteilen verschiedener Regalplatzierungsformen und hilft durch gute Regalplatzierungen mehr Umsatz zu erreichen.
Vorab sollte jeder Einzelhändler wissen, wie sich Kunden heute allgemein beim Einkauf verhalten. Man spricht hier vom „Kunden-Neuromarketing“, was nichts anderes bedeutet, sich in den „Kopf“ des Kunden hineinzudenken und diese Erkenntnisse gezielter für die Warenpräsentationen ein einem Geschäft zu nutzen.
Es gibt viele Untersuchungen die in den letzten Jahren folgende Erkenntnisse aus Kundenlaufstudien erbracht haben:
Demzufolge gibt es in jedem Geschäft verkaufsstarke und verkaufsschwache Zonen oder auch Abteilungen. Auch nachfolgende Erkenntnisse sind gesichert und nachgewiesen:
Daraus schließen wir: Entscheidend für die Bewertung der Regalzonen ist auch immer der Abstand, den Kunde vom Regal wählt, was meist unbewusst passiert.
Je kleiner der Abstand des Kunden zum Regal ist, desto kleiner ist auch das Blickfeld des Kunden. Aus diesem nachvollziehbaren Grund macht es häufig Sinn, nicht zu viele Regalböden einzubauen und unterschiedlich tiefe Böden zu platzieren.
Es ist wichtig, zu wissen, wie die Rangfolge und Wertigkeit der einzelnen Regalböden ist. Wir unterscheiden beim Gesamtregal:
Die verschiedenen Regalzonen
Natürlich ist es beim Einräumen der Artikel nicht unwichtig, auf welchen Regalboden diese platziert werden. Auch in einem Regal gibt es verkaufsstärkere und verkaufsschwächere Bereiche. Durch genaue Kenntnisse der Wertigkeiten und Bedeutung der einzelnen Regalzonen kann die Ware optimal und den Handelszielen gerecht, platziert werden.
Wir unterschieden:
Die Sichtzone ist die umsatzstärkste Zone in einem Regal, die Reckzone die umsatzschwächste. Die Zone oberhalb 170 cm wird in vielen Geschäften mittlerweile immer mehr als kleines Warenlager genutzt, besonders für Artikel, die häufig nachgeräumt werden müssen.
Die Werte für die verschiedenen Zonen sind u.a. auch durch viele Untersuchungen über die Durchschnittsgrößen von Menschen aufgestellt worden. Der Trend in den letzten Jahren zeigt auf, dass die Durchschnittsgrößen noch ansteigen werden.
Hinweis: Natürlich haben wir nicht immer nur vier Regalböden für ein Sortiment, so dass es ziemlich leicht ist, die Regalzonen genau nach den Wertigkeiten einzuteilen.
Oft ist es in einem Geschäft, besonders bei Kleinartikeln oder auch Kleinflaschen nicht anders möglich, 6 oder sogar 7 Regalböden aufgrund der Warenmenge einzurichten. Dann ist es möglich, dass wir zwei Sichtzonen und zwei Griffzonen haben.
Dies stellt jedoch für den Händler kein großes Problem dar. Es muss beim Einsortieren von Produkten vorab genau überlegt und geplant sein, nach welchen Kriterien die Produkte und Artikel platziert sein sollen. Dies kann nach Ertrags- und Umsatz- oder auch Imagegesichtspunkten erfolgen.
Die Wertigkeiten Die Sichtzone ist die umsatzstärkste Regalzone und die Reckzone ist der umsatzschwächste Bereich in einem Regal. Die gesamte Rangfolge der Regalzonen lautet also:
Die Frage, die außerdem beantwortet werden muss: Welche Artikel sollen in welcher Zone platziert werden? In der Sichtzone können platziert sein: Z.B.:
Sollte in einem Sortiment die Förderungswürdigkeit keine Rolle spielen, dann gehören die mittleren Preislagen in die Sichtzone. Diese Artikel sind häufig auch die bekanntesten. Die Signalwirkung auf den Kunden ist hoch. Dadurch wird die hier gesamt platzierte Warengruppe leicht identifiziert.
Ergänzend gilt dann:
In der Bückzone können platziert sein:
Hinweis: Ein besonderes Problem liegt in den verschiedenen Packungsgrößen. Der Handel kann den Kunden dazu verführen, die Packungsgröße zu kaufen, die dem Handel den größten Nutzen bringt. Und dies ist meist die Packung mit dem größten Inhalt. Werden die verschiedenen Packungsgrößen eines Artikels übereinander platziert, so gehören die Packungsgrößen, die forciert werden sollen, auf den Boden mit höherer Wertigkeit. Artikel mit geringem Umsatz werden im unmittelbaren Umfeld von Artikeln mit hohem Umsatz platziert.
Für umsatzschwache Teilsortimente gilt: Grifflücken lassen. Kunden haben oft Scheu davor, bei zu vollen Regalen zuzugreifen. Vor allem gilt dies für Artikel, die noch keine so hohe Akzeptanz haben. Deshalb den Warenträger nicht zu voll packen, damit der Eindruck entsteht, es wurde schon gekauft.
Die Regalplatzierungsformen
Die horizontale Platzierung Bei dieser Form der Platzierung wird eine Artikelgruppe unabhängig vom Hersteller und der Artikelgröße platziert. Der Verbraucher kann sich nur einen Überblick verschaffen, wenn er die gesamte Regalstrecke abgeht. Sie werden dann besonders schwierig, wenn diese über ganze Warenträger laufen, d.h. Breiten von 3-8 Metern.
Nachteile: Ein Kunde, der sich viel bewegen muss, ist meist ein „schlechter“ Kunde, weil er nur die Produkte kauft, die er sofort sieht. Er konzentriert sich nur auf einen Regalboden und übersieht dabei oft die Sortimente darunter
Die vertikale Platzierung Im Gegensatz zur horizontalen Platzierung kann der Kunde von einem bestimmten Haltepunkt aus die gesamte Warengruppe übersehen- auch Blockbildung genannt. Sie findet häufig Anwendung, wenn nach Herstellerfirmen oder nach Marken platziert wird. Diese Platzierung orientiert sich nach der Marktbedeutung - nach Umsatz oder nach Absatz/ Menge.
Nachteile: Durch Beiplatzierungen (neue Artikel o.ä.) ergeben sich häufig unattraktive Verschiebungen der Regalblöcke. Bei einem schnellen Abverkauf entstehen häufig große Lücken, die erst spät erkannt werden und zu Fehlbeständen führen können.
Die Stammplatzierung auf Paletten Da besonders im Getränkefachhandel eine Vielzahl von Waren auf Euro- oder Displaypaletten angeboten werden, gibt es auch hier grundsätzliche Regeln, die nach Möglichkeit immer eingehalten werden sollten:
Die Kassenplatzierung „Alles kann an der Kasse verkauft werden!“ So denken viele und so sehen Kassenplatzierungen dann manchmal. Es ist richtig, dass die Flächenproduktivität an der Kasse zwar deutlich höher als in anderen Bereichen ist, trotzdem muss auch hier genau überlegt werden, was und wie ich platziere.
Fakt ist: 15 Prozent aller Kunden kaufen regelmäßig und 55 Prozent gelegentlich in der Kassenzone. Eine längere Wartezeit erhöht die Orientierungs- und Kaufwahrscheinlichkeit. Zu 80 Prozent kauft der Kunde für sich selbst. Der Preis spielt am Checkout eine geringere Bedeutung- es gibt dennoch eine klare Preisvorstellung der Kunden an der Kasse. Der Kassenlaufbandseite wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als der gegenüberliegenden Kasse ca. 5% des Umsatzes im LEH – jedoch (Platzanteil nur 1,5%), Tabak (84,2%), Süßwaren (11%)
Am sinnvollsten ist es, Zusatzartikel zu platzieren (z.B. Süßwaren, Kleinspirituosen, Tabak, Sonderpreisartikel, die nicht mehr im Sortiment sind.) Sinnvoll:
Auch wichtig: Die Kasse ist immer der letzte Eindruck den ein Kunde bei Ihnen mitnimmt. Deshalb sollte an der Kasse besonders auf Hygiene und Sauberkeit geachtet werden, Die Kasse sollte nicht zu „voll“ gestellt sein und dem Kunden ein „gutes“ Gefühl geben.
Merksätze: Allgemeine Platzierungsregeln-Regal
Vergessen Sie nicht, Ihren Regal- bzw. Stammplatz -Platzierungen immer die gebührende Beachtung zu geben!
Noch mehr ausführliche Tipps erhalten Sie in dem Buch „Mehr Umsatz mit optimaler Warenplatzierung im Einzel- und „Fachhandel / erschienen im VDM- Verlag Dr. Müller, ISBN 3-936755-18-3, 100 Seiten, 24,80 Euro plus Versandkosten 2 Euro. Bestellung unter: www.lemke-training.de oder per Mail unter: Lemke-Porta@t-online.de
Hans-Günther Lemke Porta Westfalica |
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| Hans-Günther
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