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Pressebericht
aus: TASPO 12.03.2010 Grundregeln und Entwicklungen in der Warenpräsentation |
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Der Konkurrenzdruck nimmt in allen Branchen stetig zu. Auch ist in 2010 dieser Trend weiter zu beobachten sein. Das liegt u.a. auch mit daran, dass mittlerweile fast alle großen Verbrauchermärkte, Baumärkte und zum Teil auch die Discounter ein Teilsortiment an Pflanzen und Blumen anbieten. Und auch im Zoofachhandel wächst die Anzahl der Discounter.
Um sich hier zu behaupten und vom Wettbewerber noch mehr abzuheben, gilt es dem Kunden, ein besonderes Einkaufserlebnis zu bieten. Dabei spielt die Präsentation der angebotenen Waren eine entscheidende Rolle. Das bedeutet, dass sich jeder noch mehr als in der Vergangenheit darüber Gedanken machen muss, wie er seine Sortimente und Produkte effektiv und gezielt anbiete.
Der Kunde erwartet im Fachhandel eher eine optisch ansprechende Platzierung als in vielen anderen Vertriebsbereichen. Auch ein Grund sich mit der Thematik immer wieder zu beschäftigen, ist:
Erstens: Zwei Drittel aller Kaufentscheidungen werden nach wie vor immer noch im Geschäft selbst gemacht, d.h. der Kunde kauft das meiste aus "dem Bauch heraus". Wir sprechen hier von einem Kaufimpuls, der im Geschäft erst entsteht. Der "gewöhnliche" Kunde im hat zwar meist eine genaue Vorstellung, was er kaufen will, lässt sich jedoch auch durch eine gelungene Präsentation von z.B. neuen Tierprodukten zum Zusatzkauf "verführen". Dabei kommt es aber darauf an, wie die Waren im Geschäft präsentiert werden, damit beim Verbraucher ein Kaufimpuls ausgelöst wird.
Zweitens: Da der Kunde mit einer "höheren" Erwartung in ein Fachgeschäft geht, ist es zudem von Bedeutung, wie der Verkaufsraum und der Außen- und Eingangsbereich gestaltet ist. Es gilt also, dem Kunden eine angenehme Einkaufsatmosphäre zu schaffen. Außerdem werden auch heute noch ca. 80% des gesamten Umsatzes einer Warengruppe oder eines Sortimentes mit der Stamm- also meist mit der Regalplatzierung gemacht.
Vorab: Es sollte niemals vergessen werden, dass der Verkauf, also auch die Warenpräsentation schon im Außenbereich beginnt. D.h. auch hier ist besonders auf Sauberkeit und Ordnung zu achten. Dies gilt auch für die Schaufensterpräsentation.
Auch wenn ein Geschäft schon mehrere Jahre besteht, sollten unten stehende nachgewiesene Punkte zum Verhalten von Verbrauchern, beachtet werden.
Grundsätze aus Kundenlaufstudien aus den letzten Jahren haben ergeben:
Demzufolge gibt es in jedem Geschäft verkaufsstarke und verkaufsschwache Zonen oder auch Abteilungen. Entscheidend für eine Verbesserung der Ladenzonen ist zunächst, dass man sich der starken und der weniger umsatzträchtigen Geschäftszonen bewusst ist.
Merkmale von verkaufsaktiven Ladenzonen:
Zu den verkaufsstarken Ladenzonen zählen:
Merkmale von verkaufsschwachen Ladenzonen:
Zu den verkaufsschwachen Ladenzonen zählen:
Für die meisten Herstellerfirmen und auch für die meisten Geschäfte wird der Hauptumsatz über die Regalplatzierung bzw. Stammplatzierung gemacht. D.h., der meiste Umsatz wird mit dem Standort umgesetzt, wo die Ware fast immer, außer bei Aktionen, dem Kunden und Verbraucher angeboten wird. Dies kann natürlich auch eine große freie Fläche im Geschäft sein, z.B. Stammplatzierung von Blumenerden oder Pflanzgefäßen.
Folgende Erkenntnisse sind gesichert und nachgewiesen:
Entscheidend für die Bewertung der Regalzonen ist auch immer der Abstand, den Kunde vom Regal wählt, was meist unbewusst passiert. Je kleiner der Abstand des Kunden zum Regal ist, desto kleiner ist auch das Blickfeld des Kunden. Aus diesem nachvollziehbaren Grund macht es häufig Sinn, nicht zu viele Regalböden einzubauen und unterschiedlich tiefe Böden zu platzieren. Es ist wichtig, zu wissen, wie die Rangfolge und Wertigkeit der einzelnen Regalböden ist.
Wir unterscheiden beim Gesamtregal:
Die verschiedenen Regalzonen
Natürlich ist es beim Einräumen der Artikel nicht unwichtig, auf welchen Regalboden diese platziert werden. Auch in einem Regal gibt es verkaufsstärkere und verkaufsschwächere Bereiche. Durch genaue Kenntnisse der Wertigkeiten und Bedeutung der einzelnen Regalzonen kann die Ware optimal und den Handelszielen gerecht, platziert werden.
Wir unterschieden:
Die Sichtzone ist die umsatzstärkste Zone in einem Regal, die Reckzone die umsatzschwächste. Die Zone oberhalb 170 cm kann als kleines Warenlager genutzt werden, besonders für Artikel, die häufig nachgeräumt werden müssen.
Natürlich gibt es nicht immer nur vier Regalböden für ein Sortiment, so dass es ziemlich leicht ist, die Regalzonen genau nach den Wertigkeiten einzuteilen. Oft ist es in einem Geschäft, besonders bei Kleinartikeln wie z.B. bei Tierzubehör oder Gartenkleingeräten 6 oder sogar 7 Regalböden aufgrund der Warenmenge einzurichten. Hier macht es jedoch mehr Sinn, die Waren auf Haken anzubieten. Dann ist es möglich, dass wir zwei Sichtzonen und zwei Griffzonen haben.
Dies stellt jedoch für den Betreiber oder Einrichter kein großes Problem dar. Es muss beim Einsortieren von Produkten vorab genau überlegt und geplant sein, nach welchen Kriterien die Produkte und Artikel platziert sein sollen. Dies kann nach Ertrags- und Umsatz- oder auch Imagegesichtspunkten erfolgen.
Die Frage, die außerdem beantwortet werden muss: Welche Artikel sollen in welcher Zone platziert werden? In der Sichtzone können platziert sein:
Z.B.:
Sollte in einem Sortiment die Förderungswürdigkeit keine Rolle spielen, dann gehören die mittleren Preislagen in die Sichtzone. Diese Artikel sind häufig auch die bekanntesten. Die Signalwirkung auf den Kunden ist hoch. Dadurch wird die hier gesamt platzierte Warengruppe leicht identifiziert.
Ergänzend gilt dann:
In der Bückzone können platziert sein:
Es haben sich mittlerweile zwei Regalplatzierungsformen in der Praxis am meisten bewährt:
Die horizontale Platzierung
Nachteile: Ein Kunde, der sich viel bewegen muss, ist meist ein „schlechter“ Kunde, weil er nur die Produkte kauft, die er sofort sieht. Er konzentriert sich nur auf einen Regalboden und übersieht dabei oft die Sortimente darunter.
Die vertikale Platzierung
Im Gegensatz zur horizontalen Platzierung kann der Kunde von einem bestimmten Haltepunkt aus die gesamte Warengruppe übersehen- auch Blockbildung genannt. Sie findet häufig Anwendung, wenn nach Herstellerfirmen oder nach Marken platziert wird. Diese Platzierung orientiert sich nach der Marktbedeutung - nach Umsatz oder nach Absatz/ Menge
Nachteile: Durch Beiplatzierungen (neue Artikel o.ä.) ergeben sich häufig unattraktive Verschiebungen der Regalblöcke. Bei einem schnellen Abverkauf entstehen häufig große Lücken, die erst spät erkannt werden und zu Fehlbeständen führen können.
Auch zu beachten: Die Höhe der Warenträger sollte wenn möglich, nicht höher als die Gangbreite zwischen den Regalen sein.
Merksätze Allgemeine Platzierungsregeln im Regal
Hans-Günther Lemke Porta Westfalica |
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| Hans-Günther
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