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Pressebericht
aus: Media Seller 01.03.2010
Die Tricks der Diebe |
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Über fünf Millionen Euro jährlich entgehen dem Handel durch Diebstahl am POS. Mit welchen Tricks diebische Langfinger arbeiten, zeigt Erfolgsautor und Trainer Hans-Günther Lemke.
1. Der Klassiker Die Masche kennt jeder. Die Ware verschwindet direkt in der Einkaufstasche, in großen Manteltaschen oder weiten offenen Jacken. In den meisten Fällen verschwinden vor allem kleinere Produkte auf diese Weise durch Gelegenheitsdiebe. Hier hilft zur Abschreckung aufmerksames Verkaufspersonal, das freundlich, aber bestimmt Präsenz zeigt.
2. Das „Trojanische Pferd“ Raffiniert und auf den ersten Blick schwer zu durchschauen. Eine offene, präparierte Handtasche wird auf einen Warenstapel gestellt. Der Ladendieb täuscht vor, etwas in der Tasche zu suchen. In Wirklichkeit öffnet er die im Boden der Tasche eingelassene Klappe und zieht die unter der Tasche befindliche Ware in die Tasche.
3. Die Ablenkung Es handelt sich dabei um eine Methode, die gerne beim Ladendiebstahl durch mehrere Personen angewandt wird. Während eine Person die Aufmerksamkeit des Verkaufspersonals auf sich lenkt, begehen in der Zwischenzeit die Komplizen den Ladendiebstahl. Oder: Eine Person fragt nach dem Artikel, der nicht im Verkaufsraum, sondern im hinteren Geschäftsbereich bzw. auf Lager vorrätig ist. Dadurch muss das Verkaufspersonal den Verkaufsraum für eine kurze Zeit unbeaufsichtigt lassen, um den Artikel zu holen. Es sollte deshalb im „Normalfall“ niemals ein Kunde in einem Geschäft allein gelassen werden.
4. Der „Sicherungstrick“ Bei mit Steckkontakten (Ruhestromanlagen) gesicherten Artikeln (z.B. Handys, Unterhaltungselektronik, etc.) wird vom Ladendieb an einem Artikel der Kontakt entfernt und Alarm ausgelöst. Aus sicherer Entfernung beobachtet er, ob das Personal lediglich den Alarm ausschaltet oder auch die Kontakte kontrolliert. Falls nur der Alarm vom Mitarbeiter angestellt wurde, ohne zu überprüfen, ob ein Kontakt an einem Artikel unterbrochen ist, kann die entsicherte Ware vom Ladendieb entwendet werden.
5. Der „Klaukoffer“ Ein als Geschenk präparierter hohler Karton wird in einer Tasche ins Geschäft mitgebracht. Das Band der Geschenkverpackung umschließt den Karton augenscheinlich fest. Das Band läuft jedoch keineswegs durchgehend, sondern verbirgt optisch einen an der Oberseite des Kartons angebrachten Klappdeckel. Deshalb sollten Kunden mit kofferähnlichen Behältern oder Kartons immer genau beobachtet werden.
6. Völlige Verwirrung Der Ladendieb verwickelt mehrere Mitarbeiter in ein Verkaufsgespräch und lenkt somit die Aufmerksamkeit auf sich. Derweil kann ein Komplize im Geschäft sich als Ladendieb betätigen. Hier ist es unbedingt erforderlich, dass sich der Verkaufsmitarbeiter sofort Unterstützung durch einen zusätzlichen Mitarbeiter holt, wenn er "Verdächtiges" bemerkt oder ein "ungutes" Gefühl hat.
7. „Teuer in Billig Verpackungen helfen verkaufen. Aber sie sind auch der gute Freund der Ladendiebe. Denn in der Umverpackung steckt satt des billigen Modells die teure Luxus-Variante. Hier ist die Aufmerksamkeit an der Kasse gefordert, d.h. es sollten in einem Geschäft immer Kartons und Holkörper auf Inhalt geprüft werden.
8. Der „Kinderwagentrick“ Ein Kinderwagen ermöglicht es, eine große Anzahl gestohlener Ware zu „verstecken“. Zudem wird kaum der Einkaufswagen oder Korb benutzt. Behalten Sie diese Kunden einfach im „Auge“, indem Sie beim Einkauf behilflich sind.
9. „Gebrauchte Kassenbons“ Es ist immer wieder festzustellen, dass Kunden ihre Bons an der Kasse liegen lassen. Mit einem solchen Bon kann ein Ladendieb „einkaufen“ gehen. Er sucht nach den eingetippten Preisen die Waren aus und packt sie in seine Tasche. Zur Tarnung wird noch ein zusätzliches kleines Teil gekauft, das er „vorher vergessen hatte“. An der Kasse wird nur noch das neue Teil bezahlt und der Kassenbon als Legitimation für die anderen Waren vorgelegt. Meist geht der „Betrüger“ dann an eine andere Kasse. Kassenmitarbeiter sollten deshalb immer nachfragen, ob der Einkauf auch wirklich in Ordnung war.
Hans-Günther Lemke Porta Westfalica |
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| Hans-Günther
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