Pressespiegel



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Pressebericht aus:
Der Augenoptiker, 22.01.2009

 

Erfolgreiche Diebstahlverhütung und mehr Sicherheit (Teil 2)

 

Die Tricks der Diebe und Betrüger

Allein im letzten Jahr wurden in Deutschland Waren im Wert von über 4 Milliarden Euro gestohlen. Dabei werden die Ladendiebe und Betrüger immer kreativer und professioneller bei der Handhabung der Tricks. Deshalb gehört auch zur Vorbeugung, dass Mitarbeiter die zumindest am häufigsten angewendeten Tricks kennen und sich dementsprechend verhalten.

 

Der Handelsberater und Buchautor Hans- Günther Lemke aus Porta Westfalica ist als Berater und Trainer seit 1998 tätig und bildet u.a. auch bei der ADG Mitarbeiter aus, die in der Revision tätig sind, bzw. tätig sein werden. Zum selbigen Thema hat er bereits mehrere Bücher verfasst. In diesem Teil werden die häufigsten Tricks der „Langfinger“ behandelt.

 

1. Die einfache und gebräuchlichste Methode

 

Die Ware verschwindet direkt in der Einkaufstasche, in großen Manteltaschen oder weiten offenen Jacken. Diese einfache Methode kommt in über 90% der Fälle zum Tragen. Es betrifft die so genannten „Gelegenheitsdiebe“, die heutzutage wieder wesentlich mehr geworden sind ( fast 60% in 2007 waren „Ersttäter“, also Täter, die zum ersten Mal „aufgefallen“ sind). Es ist besonders darauf zu achten, wenn ein Kunde im wärmeren Frühjahr oder sogar im Sommer mit einer dicken Jacke oder einen Mantel bekleidet, das Geschäft betritt.

 

2. Der „Ablenkungstrick“

 

Es handelt sich dabei um eine Methode, die gerne beim Ladendiebstahl durch mehrere Personen angewandt wird. Während eine Person die Aufmerksamkeit des Verkaufspersonals auf sich lenkt, begehen in der Zwischenzeit die Komplizen den Ladendiebstahl. Oder: Eine Person fragt nach dem Artikel, der nicht im Verkaufsraum, sondern im hinteren Geschäftsbereich bzw. auf Lager vorrätig ist. Dadurch muss das Verkaufspersonal den Verkaufsraum für eine kurze Zeit unbeaufsichtigt lassen, um den Artikel zu holen.

 

3. Der „Klaukoffertrick“

 

Bei diesem Trick gehen Ladendiebe in folgender Weise vor: Ein als Geschenk präparierter hohler Karton wird in einer Tasche ins Geschäft mitgebracht. Das Band der Geschenkverpackung umschließt den Karton augenscheinlich fest. Das Band läuft jedoch keineswegs durchgehend, sondern verbirgt optisch einen an der Oberseite des Kartons angebrachten Klappdeckel.

 

4. Der „Verwirrtrick“

 

Der Ladendieb verwickelt mehrere Mitarbeiter in ein Verkaufsgespräch und lenkt somit die Aufmerksamkeit auf sich. Derweil kann ein Komplize im Geschäft sich als Ladendieb betätigen. Hier ist es unbedingt erforderlich, dass sich der Verkaufsmitarbeiter sofort Unterstützung durch einen zusätzlichen Mitarbeiter holt, wenn er „Verdächtiges“ bemerkt oder ein „ungutes“ Gefühl hat.

 

5. „Ineinanderpacken“

 

In Brillenetuis oder anderen Hohlkörpern werden gestohlene Artikel wie z.B. eine zusätzliche Lese- oder Sonnenbrille „versteckt“. Hier ist die Aufmerksamkeit der Kassenmitarbeiter besonders gefordert.

 

6. Der „Helm- Trick“

 

Der „Kunde“ kommt mit einem Motorradhelm oder auch einem Fahrradhelm in das Geschäft und steckt, wenn wer nicht beobachtet wird, Kleinartikel in den Helm. Herbei ist Aufmerksamkeit geboten, wenn dieser „Kunde“ nicht auf den ersten Blick als Motorradfahrer oder als Fahrradfahrer zu erkennen ist (fehlende Motorradjacke usw.).

 

7. Der „Umetikettier- Trick“

 

Häufig lassen unachtsame Mitarbeiter Preisauszeichnungsgeräte im Geschäft liegen. Dies kann dann leicht von Betrügern genutzt werden, sich die Preise „selbst zu machen“. Die Preisauszeichner sind heutzutage selbst für Laien leicht zu benutzen. Alle Preisauszeichnungsgeräte in einem Geschäft sollten immer verschlossen und nur für Verkaufsmitarbeiter zugänglich sein. Bei dieser Straftat handelt es sich um Betrug.

 

8. Der „Begleiter- Trick“

 

Häufig wird auf den Begleiter eines Kunden, der an der Kasse steht, nicht geachtet, da dieser „anscheinend“ keine Ware hat, sondern den „Hauptkunden“ nur begleitet. Hier ist immer besondere Aufmerksamkeit gefordert und der Begleiter sollte zumindest angesprochen werden. Mögliche Abhilfe: Kassendurchgänge verengen.

 

9. Der „Regenschirm-Trick“

 

Der Regenschirm bietet den Vorteil für den Dieb, dass er nicht geöffnet werden muss. Vorbeugung: Schirmständer für die Kunden am Eingang. Ansonsten hilft nur, den Kunden mit dem Schirm sehr genau zu beobachten.

 

10. Der „Alt gegen Neu Trick“

 

Das Geschäft wird mit einer neuen Brille verlassen, während die „alte“ Brille im Geschäft verbleibt.

 

Hans-Günther Lemke

Porta Westfalica

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Hans-Günther Lemke
Training für Führung und Verkauf
Basenberg 22
D-32457 Porta Westfalica
Telefon: (+49) 05706-1518
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