Pressespiegel


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Pressebericht aus:
Grüner Markt, 01.09.2008

Der Mitarbeiter als Vorgesetzter

Wenn Mitarbeitenden Vorgesetztenaufgaben übertragen bekommen, stellt das in der Regel eine neue berufliche wie auch persönliche Zäsur dar. Mit dieser neuen und ungewohnten Rolle sehen sich neue und meist auch junge Vorgesetzte in einer veränderten Situation gegenüber, in der ihre Aufgaben wechseln und sie gleichzeitig in einer neue Beziehung zum Umfeld, Zu Kollegen und Vorgesetzten treten.

Das Wichtigste ist, sich von der früheren Rolle als Mitarbeiter zu lösen und eigene Persönlichkeit entwickelt, um eine natürliche Akzeptanz bei den „ehemaligen“ Mitkollegen zu erreichen. Um dies zu erreichen, kommt es vor allem auf die „richtige“ Kommunikation, d.h. auf den korrekten Umgang mit den Mitarbeitern an.

Was bedeutet Führung
Ein guter „Chef“ informiert seine Mitarbeiter über wichtige Sachverhalte, er zeigt Ihnen, wie sie sich verbessern können und bietet ihnen Entwicklungschancen. Die Zeiten, in denen sich Vorgesetzte dadurch auszeichnen, indem sie nur Anweisungen geben, delegieren und kontrollieren, sind vorbei.

Eine echte Führungskraft muss mehr draufhaben- sie muss als Coach fungieren, um ihre Mitarbeiter zu motivieren und Lerneffekte zu erzielen. Um als „neue“ Führungskraft wirklich erfolgreich zu sein, sollten gewisse Punkte und Regeln im Umgang mit den Mitarbeitern unbedingt eingehalten werden, um deren gesamten Ressourcen nutzen zu können.

Die Ansprache- Sie oder Du
Es macht wenig Sinn und wirkt auch nicht glaubhaft, wenn Sie als „neue“ Führungskraft von ihren ehemaligen Kollegen auf einmal verlangen, dass sie jetzt in ihrer neuen Rolle „gesiezt“ werden wollen. Haben Sie sich vorher „geduzt“, so sollten Sie auch als Vorgesetzter dabei bleiben. Dies sollte jedoch nur untereinander geschehen und nicht im Beisein von Kunden oder anderen fremden Personen. Hier sollte das „Sie“ an der Tagesordnung sein. Auch ein gute Möglichkeit ist es, dass sich alle untereinander siezen und mit Vornamen anreden. Auch dies schafft eine Teamharmonie und trotzdem wirken Gespräche nicht zu persönlich.

Mitarbeiter umfassend informieren
Die häufigsten Gründe für mangelnde Motivation der Mitarbeiter sind fehlende Informationen. Ein großes Manko ist, wenn die Mitarbeiter im Markt nicht umfassend informiert werden. Geben sie ihren Mitarbeitern deshalb alle nötigen Informationen, die sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit benötigen. Viele Befragungen haben heute ergeben, dass Mitarbeiter am meisten demotiviert sind, wenn sie von den Führungskräften nicht die Informationen erhalten, die sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit benötigen.

Dazu gehören alle Daten und Fakten des eigenen Unternehmens, sowie die Angabe, welche Kollegen oder Partner wichtige Ansprechpartner sein könnten. Ein guter Informationsfluss ist am besten zu gewährleisten, indem die Führungskraft regelmäßig Mitarbeiterbesprechungen durchführt, in Einzel- und auch in Gruppengesprächen.

Ideen der Mitarbeiter ausreichend fördern
Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, welche Vorschläge und Ideen sie haben, um Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Oft sehen die Mitarbeiter Abläufe und Probleme "realistischer", weil Sie täglich damit zu tun haben. Stellen Sie offene Fragen an die Mitarbeiter, um diese zum Sprechen zu ermutigen. Hören Sie auch aktiv zu. Dadurch erreichen sie, dass der Mitarbeiter Lösungen selbst suchen kann und Ihnen eine ausführliche Information und Antwort gibt.

Aktives Zuhören heißt auch, den Mitarbeiter ausreden zu lassen und seine Meinung zu akzeptieren, auch wenn Sie nicht damit einverstanden sind. W- Fragen sind die Fragen, die mit einem "W" beginnen, z.B. Wie, was, warum, weshalb, wie. Dadurch erreichen Sie, dass der Mitarbeiter Lösungen selbst suchen kann und Ihnen eine ausführliche Information und Antwort gibt. Aktives Zuhören heißt auch, dem Mitarbeiter ausreden zu lassen und seine Meinung zu akzeptieren, auch wenn Sie nicht damit einverstanden sind.

Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Mitarbeiter fördern
Verhaltensveränderungen sind nur in kleinen Schritten möglich. Das bedeutet, dass gerade Sie als „neue“ Führungskraft dafür sorgen müssen, dass der Mitarbeiter seine Schwächen selbst erkennt. Besprechen Sie dann mit ihm seine Probleme gemeinsam. Sie helfen ihm dabei, dass er sich seiner Probleme bewusst wird und diese auch lösen kann. Setzen Sie dem Mitarbeiter dann Ziele, die für ihn realistisch und auch erreichbar sind.

Vergessen Sie nicht, regelmäßig zu loben
Einer der "fatalsten" Fehler besteht darin, seine Mitarbeiter zu wenig zu loben. Natürlich muss auch immer wieder angesprochen werden, wenn ein Mitarbeiter einen Fehler gemacht hat. Hierbei kommt es jedoch auf das "Wie" an. Bei einem Kritikgespräch sollte auf folgende Punkte geachtet werden:

  • den Fehler oder Ihren Kritikpunkt genau im Detail ansprechen

  • den Mitarbeiter fragen, wie es dazu gekommen ist

  • nachfragen, wie der Fehler beim nächsten Mal zu vermeiden ist

  • nicht vergessen, zum Abschluss eines Kritikgespräches darauf zu verweisen, dass Sie ansonsten sehr zufrieden mit der Arbeit sind und Sie sich auf die weitere Zusammenarbeit freuen.

Hans-Günther Lemke

Porta Westfalica

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Hans-Günther Lemke
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