Pressespiegel


Zurück zur Übersicht
Pressespiegel
Pressebericht aus:
zza - Zoologischer Zentral Anzeiger
02.01.2008

Achtung: Ladendiebe!
Die Tricks der Diebe und Betrüger


 

Allein im letzten Jahr wurden in Deutschland Waren im Wert von über 4 Milliarden Euro !!! gestohlen. Dabei werden die Ladendiebe und Betrüger immer kreativer, professioneller und leider auch gewalttätiger. Deshalb ist es u.a. sehr wichtig und dient auch der Vorbeugung und Erkennung von möglichen Ladendiebstählen, dass Mitarbeiter (- innen) im Verkauf auch wissen, welche Tricks heutzutage Diebe und Betrüger anwenden. Der Handelsberater Hans- Günther Lemke ist als Berater und Trainer seit 1998 tätig und u.a. auch Anwendungsberater der Firma ADT Sensormatic Deutschland.

 

1. Die einfache und gebräuchlichste Methode
Die Ware verschwindet direkt in der Einkaufstasche, in großen Manteltaschen oder weiten offenen Jacken. Diese einfache Methode kommt in über 90% der Fälle zum Tragen. Es betrifft die so genannten "Gelegenheitsdiebe", die in 2005 und 2006 wieder mehr geworden sind. Es ist besonders darauf zu achten, wenn ein Kunde im wärmeren Frühjahr oder sogar im Sommer mit einer dicken Jacke oder einen Mantel bekleidet, das Geschäft betritt.

 

2. Der „Trojanische Pferd“-Trick
Ein wirklich professioneller Trick. Eine offene, präparierte Handtasche wird auf einen Warenstapel gestellt. Der Ladendieb täuscht vor, etwas in der Tasche zu suchen. In Wirklichkeit öffnet er die im Boden der Tasche eingelassene Klappe und zieht die unter der Tasche befindliche Ware in die Tasche.

 

3. Der „Ablenkungstrick“
Es handelt sich dabei um eine Methode, die gerne beim Ladendiebstahl durch mehrere Personen angewandt wird. Während eine Person die Aufmerksamkeit des Verkaufspersonals auf sich lenkt, begehen in der Zwischenzeit die Komplizen den Ladendiebstahl. Oder: Eine Person fragt nach dem Artikel, der nicht im Verkaufsraum, sondern im hinteren Geschäftsbereich bzw. auf Lager vorrätig ist. Dadurch muss das Verkaufspersonal den Verkaufsraum für eine kurze Zeit unbeaufsichtigt lassen, um den Artikel zu holen.

 

4. Der „Klaukoffertrick“
Bei diesem Trick gehen Ladendiebe in folgender Weise vor: Ein als Geschenk präparierter hohler Karton wird in einer Tasche ins Geschäft mitgebracht. Das Band der Geschenkverpackung umschließt den Karton augenscheinlich fest. Das Band läuft jedoch keineswegs durchgehend, sondern verbirgt optisch einen an der Oberseite des Kartons angebrachten Klappdeckel.

 

5. Der „Verwirrtrick“
Der Ladendieb verwickelt mehrere Mitarbeiter in ein Verkaufsgespräch und lenkt somit die Aufmerksamkeit auf sich. Derweil kann ein Komplize im Geschäft sich als Ladendieb betätigen. Hier ist es unbedingt erforderlich, dass sich der Verkaufsmitarbeiter sofort Unterstützung durch einen zusätzlichen Mitarbeiter holt, wenn er "Verdächtiges" bemerkt oder ein "ungutes" Gefühl hat.

 

6. „Umpacken“
Diese Methode sei an einem einfachen Beispiel erläutert: An der Kasse bezahlt der Kunde ein günstiges Hundeschergerät. Im Karton befindet sich jedoch nicht das günstige Gerät, sondern ein wesentlich teueres elektrisches Gerät. Dieser Trick wird auch häufig bei günstigen Artikeln wie z.B. Tiershampoos oder Vitaminpräparaten angewandt. Hierbei ist empfehlenswert, dass an der Kasse alle Waren, die im Karton verpackt sind, zu öffnen.

 

7. Der „Kinderwagentrick“
Ein Kinderwagen ermöglicht es, eine große Anzahl gestohlener Ware zu entwenden. Die Ausrede des Ladendiebs bei Überführung „das muss der Kleine wohl eingesteckt haben“ erschwert die Beweislage, da Minderjährige nicht strafbar sind. Hier gilt es, die ertappte Mutter oder den ertappten Vater deutlich auf Folgen eines Diebstahls oder dessen Versuch aufmerksam zu machen. Die Personalien sollten auf jeden Fall vermerkt werden.

 

8.„Gebrauchte Kassenbons“
Häufig ist gerade im Fachhandel festzustellen, dass Kunden ihre Bons an der Kasse liegen lassen. Mit einem solchen Bon kann ein Ladendieb „einkaufen“ gehen. Er sucht nach den eingetippten Preisen die Waren aus und packt sie in seine Tasche. Zur Tarnung wird noch ein zusätzliches kleines Teil gekauft, das er „vorher vergessen hatte“. An der Kasse wird nur noch das neue Teil bezahlt und der Kassenbon als Legitimation für die anderen Waren vorgelegt.

 

9.„Ineinanderpacken“
Hohlkörper, wie gekaufte Abfalleimer oder Plastikkörbe werden mit gestohlener Ware aufgefüllt. Dieser Trick wird auch häufig bei Taschen angewandt. Hier ist die Aufmerksamkeit der Kassenmitarbeiter besonders gefordert.

 

10. Der „Schwangerschaftstrick"
Weibliche Ladendiebe täuschen manchmal eine Schwangerschaft vor, um unter dem weiten Umstandskleid alle möglichen Waren zu verstecken. Einzige Möglichkeit bei begründeten Verdacht: Die Person in ein Gespräch verwickeln und zumindest der Person zeigen, dass diese bemerkt worden ist. Oder mit gezielten Fragen versuchen, herauszufinden, ob die Frau wirklich schwanger ist, was sicher nicht einfach ist.

 

11. „Die soziale Tour“
Hierbei hoffen die Täter auf das soziale Empfinden. Die nette junge Frau mit dem eingegipsten Arm, die Mutter mit dem Kleinkind, der junge Mann im Rollstuhl, Kinder werden durch das Drehkreuz zum wartenden Vater am Auto auf den Parkplatz geschickt, die alte Dame, die aus Vergesslichkeit wieder den Laden verlässt, um ihr Portemonnaie zu holen.

 

12. „Der Zusatzkauf“
Der Dieb stattet die von ihm ausgewählten Artikel, z.B. elektrische Geräte, Lampen usw. mit Zusatzartikeln aus, z.B. Glühbirnen oder Batterien, die im Preis nicht mit enthalten sind. Hierbei sind alle Kassenmitarbeiter immer wieder zu informieren, welche Zusatzartikel wie u.a. Batterien oder Glühbirnen in den angebotenen Verkaufsartikeln mit enthalten sind.

 

13. Der „Zeitschrift in Zeitschrift-Trick"
Eine z.B. teure Fachzeitschrift oder ein anderer teuerer Artikel (siehe Foto) wird in eine wesentlich günstigere Zeitschrift gesteckt. Hierbei ist immer die Aufmerksamkeit der Kassenmitarbeiter gefordert, dieses zu kontrollieren.

 

14. Der „Helm-Trick"
Der „Kunde“ kommt mit einem Motorradhelm oder auch einem Fahrradhelm in das Geschäft und steckt, wenn wer nicht beobachtet wird, Kleinartikel in den Helm. Herbei ist Aufmerksamkeit geboten, wenn dieser „Kunde“ nicht auf den ersten Blick als Motorradfahrer oder als Fahrradfahrer zu erkennen ist (fehlende Motorradjacke usw.).

 

15. Der „Fenster- Trick"
Manche Geschäfte haben in den Verkaufsräumen Fenster, die bei besonders warmen Witterungsbedingungen geöffnet werden. Geschickte Ladendiebe nutzen diese Fenster, wenn sie nicht verschlossen oder vergittert sind, Waren hinauszuwerfen, die dann ein zweiter Komplize aufnimmt und dann verschwindet. Tipp: Alle Fenster verschlossen halten oder wenn diese bei warmer Witterung geöffnet sein müssen oder sollen, vergittern.

 

16. Der „Umetikettier- Trick"
Häufig lassen unachtsame Mitarbeiter Preisauszeichner im Geschäft liegen. Dies kann dann leicht von Betrügern genutzt werden, sich die Preise "selbst zu machen". Die Auszeichner sind heutzutage selbst für Laien leicht zu benutzen. Tipp: Alle Preisauszeichnungsgeräte in einem Geschäft sollten immer verschlossen und nur für Verkaufsmitarbeiter zugänglich sein.

 

Hans-Günther Lemke

Porta Westfalica

Zum Seitenanfang
Hans-Günther Lemke
Training für Führung und Verkauf
Basenberg 22
D-32457 Porta Westfalica
Telefon: (+49) 05706-1518
Telefax: (+49) 05706-955548
E-Mail: info@lemke-training.de
Internet: http://www.lemke-training.de