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Pressebericht
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Jährlich werden in Deutschland Waren im Wert von über 4 Milliarden Euro gestohlen. Im diesem zweiten Teil werden die häufigsten „Tricks“ der Diebe und Betrüger dargestellt.
1. Die einfache und gebräuchlichste Methode Die Ware verschwindet direkt in der Einkaufstasche, in großen Manteltaschen oder auch in weiten offenen Jacken. Diese einfache Methode kommt in über 90% der Fälle zum Tragen. Es betrifft die so genannten "Gelegenheitsdiebe", die heutzutage wieder wesentlich mehr geworden sind. Es ist besonders darauf zu achten, wenn ein Kunde im wärmeren Frühjahr oder sogar im Sommer mit einer dicken Jacke oder einen Mantel bekleidet, das Geschäft betritt.
2. Der „Trojanische Pferd“-Trick Ein wirklich professioneller Trick. Eine offene, präparierte Handtasche wird auf einen Warenstapel gestellt. Der Ladendieb täuscht vor, etwas in der Tasche zu suchen. In Wirklichkeit öffnet er die im Boden der Tasche eingelassene Klappe und zieht die unter der Tasche befindliche Ware in die Tasche.
3. Der „Ablenkungstrick“ Es handelt sich dabei um eine Methode, die gerne beim Ladendiebstahl durch mehrere Personen angewandt wird. Während eine Person die Aufmerksamkeit des Verkaufspersonals auf sich lenkt, begehen in der Zwischenzeit die Komplizen den Ladendiebstahl. Oder: Eine Person fragt nach dem Artikel, der nicht im Verkaufsraum, sondern im hinteren Geschäftsbereich bzw. auf Lager vorrätig ist. Dadurch muss das Verkaufspersonal den Verkaufsraum für eine kurze Zeit unbeaufsichtigt lassen, um den Artikel zu holen.
4. Der „Klaukoffertrick“ Bei diesem Trick gehen Ladendiebe in folgender Weise vor: Ein als Geschenk präparierter hohler Karton wird in einer Tasche ins Geschäft mitgebracht. Das Band der Geschenkverpackung umschließt den Karton augenscheinlich fest. Das Band läuft jedoch keineswegs durchgehend, sondern verbirgt optisch einen an der Oberseite des Kartons angebrachten Klappdeckel.
5. Der „Verwirrtrick“ Der Ladendieb verwickelt mehrere Mitarbeiter in ein Verkaufsgespräch und lenkt somit die Aufmerksamkeit auf sich. Derweil kann ein Komplize im Geschäft sich als Ladendieb betätigen. Hier ist es unbedingt erforderlich, dass sich der Verkaufsmitarbeiter sofort Unterstützung durch einen zusätzlichen Mitarbeiter holt, wenn er "Verdächtiges" bemerkt oder ein "ungutes" Gefühl hat.
6. „Umpacken“ Diese Methode sei an einem einfachen Beispiel erläutert: An der Kasse bezahlt der Kunde ein Hundeschergerät für z.B. 30 Euro. Im "Umkarton" befindet sich jedoch ein wesentlich teueres Gerät für z.B. 80 Euro. Dieser Trick wird auch bei vielen anderen Waren, die im Karton verkauft werden angewandt.
7.„Gebrauchte Kassenbons“ Häufig ist festzustellen, dass Kunden ihre Bons an der Kasse liegen lassen. Mit einem solchen Bon kann ein Ladendieb „einkaufen“ gehen. Er sucht nach den eingetippten Preisen die Waren aus und packt sie in seine Tasche. Zur Tarnung wird noch ein zusätzliches kleines Teil gekauft, das er „vorher vergessen hatte“. An der Kasse wird nur noch das neue Teil bezahlt und der Kassenbon als Legitimation für die anderen Waren vorgelegt.
8 „Ineinanderpacken“ Hohlkörper, wie gekaufte Hundenäpfe oder andere Plastikwaren z.B. werden mit gestohlener Ware aufgefüllt. Hier ist die Aufmerksamkeit der Kassenmitarbeiter besonders gefordert.
9. „Aufeinanderpacken“ Ein Beispiel verdeutlicht diese Methode: Neben den Waren, die im Einkaufswagen sind, befindet sich auf der unteren Abstellfläche z.B. ein großer Beutel Katzenstreu. Aufgrund des Gewichts wird das Streu beim Kassiervorgang nicht auf den Kassentisch gelegt. Somit entgehen der Kassiererin beispielsweise die unter dem Kasten flach liegenden Fachzeitschriften.
10. "Die soziale Tour" Hierbei hoffen die Täter auf das soziale Empfinden. Die nette junge Frau mit dem eingegipsten Arm, die Mutter mit dem Kleinkind, der junge Mann im Rollstuhl, Kinder werden durch das Drehkreuz zum wartenden Vater am Auto auf den Parkplatz geschickt, die alte Dame, die aus Vergesslichkeit wieder den Laden verlässt, um ihr Portemonnaie zu holen.
11. "Der Zusatzkauf" Der Dieb stattet die von ihm ausgewählten Artikel, z.B. Elektrogeräte mit Zusatzartikeln aus, z.B. Batterien, die im Preis nicht mit enthalten sind. Hierbei sind alle Kassenmitarbeiter immer wieder zu informieren, welche Zusatzartikel in den angebotenen Verkaufsartikeln mit enthalten sind.
12. Der "Zeitschrift in Zeitschrift-Trick" Eine z.B. teure Fachzeitschrift wird in eine wesentlich günstigere Zeitschrift gesteckt. Hierbei ist immer die Aufmerksamkeit der Kassenmitarbeiter gefordert, dieses zu kontrollieren. Auch ein beliebter Trick, um gestohlene Grußkarten zu „verstecken“.
13. Der "Helm- Trick" Der "Kunde" kommt mit einem Motorradhelm oder auch einem Fahrradhelm in das Geschäft und steckt, wenn wer nicht beobachtet wird, Kleinartikel wie z.B. Vitaminpräparate für Tiere (ein besonders beliebter Diebstahlsartikel) in den Helm. Herbei ist Aufmerksamkeit geboten, wenn dieser "Kunde" nicht auf den ersten Blick als Motorradfahrer oder als Fahrradfahrer zu erkennen ist (fehlende Motorradjacke usw.).
Hans-Günther Lemke Porta Westfalica |
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| Hans-Günther
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