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Pressebericht
aus: zza - Zoologischer Zentral Anzeiger 31.08.2007
Grundlagen der
Warenpräsentation |
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Neben einem qualifizierten und gut ausgebildeten Verkaufspersonal vor Ort, spielt die richtige Warenpräsentation von Sortimenten im Fachhandel immer mehr eine entscheidende Rolle. Dazu kommt, dass der Kunde im Fachhandel eher eine optisch ansprechende Platzierung erwartet, als in anderen Vertriebsbereichen.
Auch zwei weitere Gründe sprechen heute dafür, dass sich des Thema „Warenpräsentation“ mehr denn je angenommen wird. Zum ersten: Viele, wenn nicht sogar die meisten aller Kaufentscheidungen werden nach wie vor immer noch im Geschäft selbst gemacht. Wir sprechen hier von einem Kaufimpuls, der im Geschäft erst entsteht. Dabei kommt es eben darauf an, wie die Waren im Geschäft präsentiert werden, damit der Kunde "Lust" bekommt, den Artikel zu kaufen, auch wenn dieser nicht auf dem Einkaufszettel steht.
Zum zweiten: Das in den letzten Jahren veränderte Einkaufsverhalten der Verbraucher. Der Kunde von heute ist kritischer, umwelt- und preisbewusster geworden. Es wird auch immer wichtiger werden, dass sich besonders der Fachhandel noch mehr Gedanken als in der Vergangenheit darüber macht, wer in seinem Geschäft einkauft und warum.
Das Sortiment
Nicht nur ein Geschäftsinhaber, der kurz vor einer Neueröffnung steht, sondern auch das bestehende Geschäft muss immer wieder über die Aktualität und Komplexität seiner Sortimente „nachdenken“. Es macht heute für den Fachhandel keinen Sinn mehr, so viele Produkte wie in einem Geschäft „unterzubringen“ sind, anzubieten.
„Spezialisierung“ und „Schwerpunktsortimente“ sind der Schlüssel für den Fachhändler, um sich von den Wettbewerbern abzuheben, um seinen Kunden etwas Besonderes zu bieten. Z.B. frische Produkte für das Tier, wie es der Fachhändler Rainer Biermann (Doggies Dinner)aus Erftstadt erfolgreich umsetzt.
Auch ausgefallene Zusatzartikel im Gesundheitsbereich oder Spielzeug für Tiere können solche speziellen Sortimente sein. Das Verhalten des Verbrauchers bzw. des Kunden von heute in einem Geschäft zu kennen und zu erkennen, ist eine wichtige Voraussetzung für die Anordnung der verschiedenen Platzierungswarengruppen. Deshalb macht es Sinn, in regelmäßigen Abständen (ca. alle 1-2 Jahre) Kundenlaufstudien und Befragungen durchzuführen.
Dieser scheinbar kurze Zeitabstand ist wichtig, da sich in den letzten 5-10 Jahren herausgestellt hat, dass der Kunde immer schneller auf wirtschaftliche Strömungen und Veränderungen reagiert und agiert. Auch werden die Zeitzyklen für Neuprodukte immer kürzer und unüberschaubarer.
Bei allen bekannten und bisherigen Kundenlaufstudien und Befragungen an Verbraucher sind folgende Fragen zu klären und zu beantworten:
Grundsätze aus Kundenlaufstudien aus den letzten Jahren haben ergeben:
Demzufolge gibt es in jedem Geschäft verkaufsstarke und verkaufsschwache Zonen oder auch Abteilungen. Entscheidend für eine Verbesserung der Ladenzonen ist zunächst, dass man sich der starken und der weniger umsatzträchtigen Geschäftszonen bewusst ist.
Merkmale von verkaufsaktiven Ladenzonen
Zu den verkaufsstarken Ladenzonen zählen
Merkmale von verkaufsschwachen Ladenzonen
Zu den verkaufsschwachen Ladenzonen zählen:
Es gilt also, die verkaufsschwächeren Ladenbereiche aufzuwerten. Dazu kann man sich verschiedener Mittel bedienen. Z.B. durch auffälliges und helleres Licht ( z.B. mit Spotlichtstrahler) oder auch durch eine Blickfang- und Erlebnisplatzierung.
Auch können große Plakate mit besonderen Fotos und Bildern ein „Eye- Catcher“ für den Kunden sein, um diesen in die etwas „unattraktiveren“ Ladenbereiche zu „locken“.
Für die meisten Herstellerfirmen und auch für die meisten Geschäfte wird
der Hauptumsatz über die Regalplatzierung bzw. Stammplatzierung gemacht.
Folgende Erkenntnisse sind gesichert und nachgewiesen:
Entscheidend für die Bewertung der Regalzonen ist auch immer der Abstand, den Kunde vom Regal wählt, was meist unbewusst passiert. Je kleiner der Abstand des Kunden zum Regal ist, desto kleiner ist auch das Blickfeld des Kunden. Aus diesem nachvollziehbaren Grund macht es häufig Sinn, nicht zu viele Regalböden einzubauen und unterschiedlich tiefe Böden zu platzieren. Es ist wichtig, zu wissen, wie die Rangfolge und Wertigkeit der einzelnen Regalböden ist.
Wir unterscheiden beim Gesamtregal:
Die verschiedenen Regalzonen
Natürlich ist es beim Einräumen der Artikel nicht unwichtig, auf welchen Regalboden diese platziert werden. Auch in einem Regal gibt es verkaufsstärkere und verkaufsschwächere Bereiche. Durch genaue Kenntnisse der Wertigkeiten und Bedeutung der einzelnen Regalzonen kann die Ware optimal und den Handelszielen gerecht, platziert werden.
Wir unterschieden:
Die Sichtzone ist die umsatzstärkste Zone in einem Regal, die Reckzone die umsatzschwächste. Die Zone oberhalb 170 cm kann als kleines Warenlager genutzt werden, besonders für Artikel, die häufig nachgeräumt werden müssen.
Natürlich gibt es nicht immer nur vier Regalböden für ein Sortiment, so dass es ziemlich leicht ist, die Regalzonen genau nach den Wertigkeiten einzuteilen. Oft ist es in einem Geschäft, besonders bei Kleinartikeln wie z.B. bei Tiervitaminpräparate ( siehe Foto) 4 oder sogar 5-7 Regalböden aufgrund der Warenmenge einzurichten. Manchmal macht es jedoch mehr Sinn, die Waren zu "hängen", wie z.B. bei Hundeleinen oder Halsbändern. Dann ist es möglich, dass wir zwei Griffzonen haben.
Dies stellt jedoch für den Betreiber oder Einrichter kein großes Problem dar. Es muss beim Einsortieren von Produkten vorab genau überlegt und geplant sein, nach welchen Kriterien die Produkte und Artikel platziert sein sollen. Dies kann nach Ertrags- und Umsatz- oder auch Imagegesichtspunkten erfolgen.
Die Frage, die außerdem beantwortet werden muss: Welche Artikel sollen in welcher Zone platziert werden?
In der Sichtzone können platziert sein, Z.B.:
Sollte in einem Sortiment die Förderungswürdigkeit keine Rolle spielen, dann gehören die mittleren Preislagen in die Sichtzone. Diese Artikel sind häufig auch die bekanntesten. Die Signalwirkung auf den Kunden ist hoch. Dadurch wird die hier gesamt platzierte Warengruppe leicht identifiziert.
Ergänzend gilt dann:
In der Bückzone können platziert sein:
Es hat sich mittlerweile die vertikale Platzierung, auch Blockplatzierung in der Praxis am meisten bewährt:
Im Gegensatz zur horizontalen Platzierung, wo die Artikel in einer Reihe nebeneinander platziert werden, kann der Kunde bei der Blockplatzierung von einem bestimmten Haltepunkt aus die gesamte Warengruppe übersehen. Sie findet häufig Anwendung, wenn nach Herstellerfirmen oder nach Marken platziert wird.
Merksätze Allgemeine Platzierungsregeln im Regal
Noch mehr ausführliche Tipps erhalten Sie in dem vom Autor erschienenden Buch „Mehr Umsatz mit optimaler Warenplatzierung“ im VDM- Verlag Dr. Müller, ISBN 3-936755-18-3, 100 Seiten, 24,80 Euro. Bestellung unter lemke-porta@t-online.de
Hans-Günther Lemke Porta Westfalica |
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| Hans-Günther
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