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Ein guter Vorgesetzter ( ein leider manchmal
für viele Menschen negativ behaftetes Wort- wer will schon jemand
„vorgesetzt“ bekommen- besser wir sprechen vom Führungsverantwortlichen,
der Führungskraft oder dem Führungsmitarbeiter) informiert seine
Mitarbeiter über wichtige Sachverhalte, er zeigt Ihnen, wie sie sich
verbessern können und bietet ihnen Entwicklungschancen.
Die Zeiten, in denen sich Führungsmitarbeiter dadurch auszeichnen, indem
sie nur Anweisungen geben, delegieren und kontrollieren, sind vorbei.
Eine echte Führungskraft muss mehr „draufhaben“ - sie muss als Coach
fungieren, um die Mitarbeiter zu motivieren und Lerneffekte zu erzielen.
Was ein guter Coach können muss
Coaching heißt übersetzt: Das Lernen und die Entwicklung des
Mitarbeiters gezielt fördern und fordern. Dazu gehört in erster Linie,
dass sie den Mitarbeiter in seiner täglichen Arbeit zeitweise begleiten
und mit ihm darüber sprechen, was noch zu verbessern ist.
Sie müssen beim Coaching dem Mitarbeiter dabei helfen und unterstützen,
dass dieser seine Fehler selbst erkennt. Das Motto lautet: Hilfe zur
Selbsthilfe.
Neben den fachlichen Vorraussetzungen kommt es auch immer mehr darauf
an, wie die Kommunikation mit den Mitarbeitern verläuft. Um als
Führungskraft wirklich erfolgreich zu sein, sollten gewisse Punkte und
Regeln im Umgang mit den Mitarbeitern unbedingt eingehalten werden, um
deren gesamten Ressourcen nutzen zu können.
Mitarbeiter umfassend informieren
Die häufigsten Gründe für mangelnde Motivation der Mitarbeiter sind
fehlende Informationen. Ein großes Manko ist, wenn die Mitarbeiter im
Markt nicht umfassend informiert werden. Geben sie ihren Mitarbeitern
deshalb alle nötigen Informationen, die sie zur Ausübung 9ihrer
Tätigkeit benötigen. Viele Befragungen haben heute ergeben, dass
Mitarbeiter am meisten demotiviert sind, wenn sie von den
Führungskräften nicht die Informationen erhalten, die sie zur Ausübung
ihrer Tätigkeit benötigen. Dazu gehören alle Daten und Fakten des
eigenen Unternehmens, sowie die Angabe, welche Kollegen oder Partner
wichtige Ansprechpartner sein könnten. Ein guter Informationsfluss ist
am besten zu gewährleisten, indem die Führungskraft regelmäßig
Mitarbeiterbesprechungen durchführt, in Einzel- und auch in
Gruppengesprächen.
Ideen der Mitarbeiter ausreichend fördern
Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, welche Vorschläge und Ideen sie haben, um
Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Oft sehen die Mitarbeiter Abläufe
und Probleme "realistischer", weil Sie täglich damit zu tun haben.
Stellen Sie offene Fragen an die Mitarbeiter, um diese zum Sprechen zu
ermutigen.
Hören Sie auch aktiv zu. Dadurch erreichen sie, dass der Mitarbeiter
Lösungen selbst suchen kann und Ihnen eine ausführliche Information und
Antwort gibt. Aktives Zuhören heißt auch, den Mitarbeiter ausreden zu
lassen und seine Meinung zu akzeptieren, auch wenn Sie nicht damit
einverstanden sind.
W-Fragen sind die Fragen, die mit einem "W" beginnen, z.B. Wie, was,
warum, weshalb, wie. Dadurch erreichen Sie, dass der Mitarbeiter
Lösungen selbst suchen kann und Ihnen eine ausführliche Information und
Antwort gibt. Aktives Zuhören heißt auch, dem Mitarbeiter ausreden zu
lassen und seine Meinung zu akzeptieren, auch wenn Sie nicht damit
einverstanden sind.
Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Mitarbeiter fördern
Verhaltensränderungen sind nur in kleinen Schritten möglich. Das
bedeutet, dass Sie als Führungskraft dafür sorgen müssen, dass der
Mitarbeiter seine Schwächen selbst erkennt. Besprechen Sie dann mit ihm
seine Probleme gemeinsam. Sie helfen ihm dabei, dass er sich seiner
Probleme bewusst wird und diese auch lösen kann. Setzen Sie dem
Mitarbeiter dann Ziele, die für ihn realistisch und auch erreichbar
sind.
Vergessen Sie nicht, regelmäßig zu loben
Einer der "fatalsten" Fehler besteht darin, seine Mitarbeiter zu wenig
zu loben. Natürlich muss auch immer wieder angesprochen werden, wenn ein
Mitarbeiter einen Fehler gemacht hat. Hierbei kommt es jedoch auf das
"Wie" an. Bei einem Kritikgespräch sollte auf folgende Punkte geachtet
werden:
-
den Fehler oder Ihren Kritikpunkt genau
im Detail ansprechen
-
den Mitarbeiter fragen, wie es dazu
gekommen ist
-
nachfragen, wie der Fehler beim nächsten
Mal zu vermeiden ist
-
nicht vergessen, zum Abschluss eines
Kritikgespräches darauf zu verweisen, dass Sie ansonsten sehr
zufrieden mit der Arbeit sind und Sie sich auf die weitere
Zusammenarbeit freuen.
Das effektive Mitarbeitergespräch
Neben einer angemessenen Bezahlung, der regelmäßigen Information über
Veränderungen am Arbeitsplatz oder im Unternehmen und der Möglichkeit zu
selbständigen Arbeiten zählt auch das Mitarbeitergespräch zu den
wichtigsten Motivationsfaktoren für jede Führungskraft.
Das Thema "Motivation der Mitarbeiter" ist ein echter "Dauerbrenner" in
allen Branchen im Handel.
Verständlich, wenn man bedenkt, welche Vielzahl an Brunnenbetrieben es
in Deutschland gibt, dadurch wird auch der Wettbewerb um die guten
Mitarbeiter immer stärker und intensiver.
Deshalb kommt es für jede Führungskraft mehr denn je darauf an, dass er
seine Mitarbeiter motiviert und es schafft, dass sich dieser auch mit
dem Unternehmen identifiziert.
Die Frage ist: Wie schaffe ich Motivation ?
Viele Befragungen haben eindeutig gezeigt, dass neben einer angemessenen
Bezahlung, der regelmäßigen Information über Veränderungen am
Arbeitsplatz oder im eigenen Unternehmen, das selbständige
Arbeitenlassen, besonders das Mitarbeitergespräch zu dem wichtigsten
Motivationsfaktor für den Mitarbeiter zählt. Dabei spielt es keine
Rolle, ob es ein Kritik- ein Informations- oder ein Beurteilungsgespräch
ist.
Dies sehen zwar auch die meisten Führungskräfte genauso, leider
scheitert oft die gute Absicht an Fehlern in der Gesprächsführung oder
in der Vorbereitung.
Die häufigsten Fehler sind:
-
Die Führungskraft steht unter Zeitdruck
-
Mitarbeiter musste unvorbereitet in das
Gespräch
-
Vorschläge des Mitarbeiters werden ohne
Hinterfragen sofort abgelehnt
-
Die Führungskraft reagiert lautstark und
emotional
-
Das Gespräch wird oft gestört oder
unterbrochen
-
Die Führungskraft "kramte" oft in der
Vergangenheit
-
Es werden immer wieder Vorwürfe
angedeutet
Es reicht jedoch nicht aus, nur die oben
genannten "Regeln" einzuhalten. Damit der Mitarbeiter wirklich motiviert
aus einem Gespräch geht, den Sinn des Gespräches für ihn erkennt oder
sein Verhalten bei einem Fehler verändert, gehört noch viel mehr dazu.
Nachfolgend die Punkte, die eine Führungskraft beachten sollte, damit
ein Mitarbeitergespräch wirklich effektiv und erfolgreich verläuft:
1. Die Gesprächsvorbereitung
Folgende Fragen muss ich als Führungskraft
im Vorfeld beantworten können:
-
Was ist der Anlass für das Gespräch,
bzw. über welches Thema will ich reden
-
Welches Ziel verfolge ich im Gespräch
-
Wo liegen mögliche Streitpunkte
-
Wie argumentiere ich bei Einwänden
meines Mitarbeiters
-
Kenne ich die persönlichen und
beruflichen Ziele meines Mitarbeiters
-
Wie stehen wir zueinander
-
Hat schon einmal ein Gespräch
stattgefunden
-
Habe ich alle Informationen über meinen
Mitarbeiter (Hobbies, Familie usw.)
-
Welcher Verhaltenstyp ist mein
Mitarbeiter
2. Die Gesprächsatmosphäre
Hierbei ist es von entscheidender Bedeutung, dass ein ungestörter Platz
für das Gespräch gewählt wird, d.h. am sinnvollsten in einem Büro, in
dem nicht stetig andere Personen Zutritt haben und wo gewährleistet ist,
dass nicht gestört werden kann.
Stellen Sie eine gleichberechtigte
Sitzordnung her. Am besten eignen sich runde Tische für ein
Mitarbeitergespräch. Versuchen Sie sich, neben den Mitarbeiter zu setzen
und nicht davor, damit der Mitarbeiter nicht das Gefühl hat, es stehe
eine "Mauer" zwischen ihm und seinem "Chef".
Stellen Sie Kaffee oder andere Getränke
bereit, auch damit schaffen Sie ein angenehmes Gesprächsklima.
3. Die Gesprächsführung
Lassen Sie den Mitarbeiter immer ausreden, unterbrechen Sie nicht. Der
Mitarbeiter muss von Anfang an das Gefühl haben, dass Sie ihn auch
wirklich ernst nehmen.
Stellen Sie sofort Fragen, wenn Ihnen etwas
unklar ist oder Sie etwas nicht verstanden haben. Am besten eignen sich
offene Fragen, d.h. Fragen wie z.B. wer, wann, weshalb, wo, usw.
Hören Sie aktiv zu, d.h. machen Sie sich
Notizen und hinterfragen Sie Unklarheiten sofort und schauen Sie nicht
zwischendurch auf die Uhr. Nehmen Sie sich Zeit.
Formulieren Sie positiv und bleiben Sie
immer ehrlich in Ihren Aussagen. Greifen Sie den Mitarbeiter nicht
persönlich an, wie z.B. " Das kenne ich bei Ihnen bisher nicht
anders...". Argumentieren Sie sachlich ohne Emotionen.
Kritik am Mitarbeiter muss konstruktiv und aufbauend sein und nicht
demotivierend oder frustrierend für den Mitarbeiter. Sprechen und
beschreiben Sie einen Vorfall oder ein Problem, ohne Bewertung. Sprechen
Sie immer in "Ich-Form" und nicht in "Wir" oder "Man- Form". Bleiben Sie
höflich, freundlich und taktvoll.
4. Der Gesprächsabschluss
Bieten Sie dem Mitarbeiter auch Ihre Unterstützung und Hilfe an. Dies
gibt Sicherheit und Vertrauen.
Sagen Sie zum Abschluss dem Mitarbeiter
deutlich und unmissverständlich, was Sie in Zukunft von ihm erwarten. So
weiß der Mitarbeiter nach dem Gespräch genau, was er zu tun oder zu
ändern hat.
Erst eine genaue Zielvereinbarung mit dem
Mitarbeiter ( schriftlich festhalten für das nächste Gespräch) führt zum
gewünschten Ergebnis. Kein Kritik- oder Mitarbeitergespräch ohne
Abschlussmotivation, d.h. loben Sie Ihren Mitarbeiter für die bisherige
gute Zusammenarbeit. Erläutern Sie, dass Sie in den nächsten Monaten
wieder ein Gespräch führen möchten, um über den Zwischenstand zu reden.
Dies ist auch ein wichtiges Signal für den Mitarbeiter, dass Sie das
Gespräch ernst nehmen und auch Ergebnisse kontrollieren werden.
Wenn diese Punkte beachtet werden, wird der
Mitarbeiter schnell erkennen, dass Sie auch in Zukunft auf ihn "bauen"
und ihm helfen wollen, noch erfolgreicher und motivierter arbeiten zu
können.
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