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Pressebericht
aus: zza - Zoologischer Zentral Anzeiger 09.02.2006
Erfolgreiche
Diebstahlverhütung und mehr Sicherheit im Zoofachhandel (Teil III) |
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In den letzten 2-3 Jahren seit der Euroeinführung gibt es neue Gefahren im Bereich der Sicherheit in einem Geschäft, die es besonders zu beachten gilt. Dazu zählen Falschgeld, EC-Kartenbetrügereien und Überfälle auf Einzelhandelsgeschäfte. Es ist wichtig, dass zumindest die Führungsverantwortlichen im Fachgeschäft deshalb genau wissen, wie mit den einzelnen Gefahren umzugehen ist und wie das korrekte Verhalten dabei sein muss.
Falschgeld
Leider haben sich gut zwei Jahre nach der Euroeinführung auch die Geldbetrüger an die neue Währung gewöhnt und Fälschungen werden immer besser und professioneller. Bei etwa 15 Fälschungen pro 1 Million Banknoten ist die Wahrscheinlichkeit, eine Euro- Blüte in die Hand zu bekommen, zwar nach wie vor gering- allerdings nimmt sie täglich zu.
81.000 Fälschungen im Wert von 6,1 Millionen Euro registrierte die Deutsche Bundesbank im Vorjahr im Zahlungsverkehr. Das sind deutlich mehr Blüten als 2001; damals wurden etwa 30.000 falsche DM-Noten im Wert von 2,4 Millionen DM kassiert.
Absoluter Fälschungs- Spitzenreiter ist dabei der 50- Euro Schein (74%). Aber auch der 100 Euroschein (20%) wird seit 2004 vermehr gefälscht, die meistkopierte Münze ist das 2-Eurostück mit ca. 51.000 Stück- ein Plus zum VJ von 300 %.
Beispiele dafür aus Tageszeitungen:
Vom 24. Januar 2005/ Coburg Kurios- aber wahr!
Mit einem gefälschten 300- Euroschein wollten Jugendliche in einem Kaufhaus Computerspiele kaufen. Die Verkäuferin an der Kasse hätte den Schein auch akzeptiert, wenn nicht zufällig ihr Chef neben ihr gestanden hätte. Der Schein war von einer Internetseite geladen worden.
Vom 27. Mai 2005 / Minden
Mit zwei gefälschten 50- Euroscheinen wollte ein Kunde in einem Lebensmittelgeschäft zwei Tüten Süßigkeiten bezahlen. Der Ladenbesitzer erkannte sofort die Fälschungen. Sie fielen durch ein härteres Papier auf.
Wegen moderner Drucktechniken wird Falschgeld leider immer professioneller. Um sich zu schützen, gibt es für den Einzelhandel nur ein Mittel: Geschultes Verkaufspersonal und Sicherheitsgeräte. Bei den Geldprüfgeräten gibt es verschiedene Alternativen:
Der "Quicktester" sieht aus wie ein Stift.
Zieht man mit diesem über den Schein einen Strich, so verfärbt er sich bei einem "falschen" Schein schwarz, bei echten Scheinen ist nichts zu sehen. Der "Quicktester" ist handlich und in der Anschaffung besonders günstig. Der Nachteil ist, dass der Stift meist nur die schlechteren Fälschungen erkennen kann.
Eine bessere, wenn auch eine kostenintensivere Alternative ist der Einsatz von UV-Lampen in den Kassentischen. Der Vorteil ist hier, dass die einfachen Fälschungen erkannt werden können und der Mitarbeiter an der Kasse keine Gerät in die Hand nehmen muss. Echte Banknoten leuchten farbig auf, falsche Scheine erscheinen in einem blauen Licht. Aber auch hierbei ist es Fälschern schon gelungen, die UV- Lampen durch gut gemachte "Blüten" zu überlisten.
Die beste Möglichkeit, wenn auch teuerste Methode zur Absicherung sind deshalb Geldprüfgeräte, die immer mehrere Sicherheitsmerkmale der Geldscheine überprüfen können.
Auch ein Vorteil: Gute Prüfgeräte können auch verschiedene Währungen bzw. Banknoten auf Echtheit jederzeit erkennen.
Ausführliche Infos bei der Deutschen Bundesbank, die auf Anfrage nach einem bestimmten Gerät oder Hersteller Auskunft geben kann, wann der letzte erfolgreiche Test stattgefunden hat. Schreiben Sie dazu einen Mail an: falschgeldstelle@bundesbank.de
Für jeden Geschäftsbetreibenden ist es zumindest sinnvoll und sicherer, zumindest 1-2 aktuelle Geldprüfgeräte im Geschäft installiert zu haben, dass zumindest bei Verdacht die Möglichkeit besteht, die Banknote zu prüfen.
Wenn keine technischen Hilfsmittel in einem Geschäft vorhanden sind, hilft nur noch der aufmerksame Mitarbeiter. Das heißt:
Fühlen
Auf der Banknotenvorderseite ist ein ertastbares Relief, insbesondere die Abkürzungen der Europäischen Zentralbank - BCE, ECB, EZB, EKT, EKP, die Wertzahl und die Abbildungen der Fenster und Tore. Es muss jedoch auch beachtet werden, dass durch Alter und Abnutzung einige dieser Eigenschaften teilweise oder ganz verloren gehen können.
Kippen
Als Hologramm erscheinen auf der Vorderseiten der Banknoten das Euro- Symbol und die Wertbezeichnung im Folienstreifen (bei den niedrigeren Stückelungen) bzw. das Architekturmotiv und die Wertbezeichnung im Folienelement (bei den hohen Stückelungen). Auf der Rückseite wird beim Kippen der Banknote der Glanzeffekt des aufgebrachten Iriodinstreifens sichtbar (bei den niedrigen Stückelungen) bzw. die optisch variable Farbe (bei den hohen Stückelungen).
Sehen
Im Gegenlicht ist zu prüfen, ob das Wasserzeichen echt ist, der Sicherheitsfaden vorhanden ist, ob die Elemente des Durchsichtsregisters exakt aufeinander passen. Alle drei Merkmale (Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Durchsichtsregister) sind sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite echter Banknoten zu erkennen. Es reicht nicht aus, nur ein Sicherheitsmerkmal zu prüfen, besser sollten immer alle Merkmale auf Echtheit geprüft werden.
Hierzu gibt es ausführliches Infomaterial und sogar Lernprogramme für Kassenmitarbeiter bei der Deutschen Bundesbank. Infos unter: www.deutsche-bundesbank.de.
Auch die Polizei bietet seit 2004 einen "Blütentrainer" an. Infos dazu unter: www.polizei-propk.de. Weitere Infos auch beim HDE (Hauptverband des Deutschen Einzelhandels) der ein Frühwarnsystem zum Thema Falschgeld entwickelt hat. Näheres dazu über die E-Mailanschrift: hde@einzelhandel.de
Im Folgenden finden Sie einige nützliche Tipps für das richtige Verhalten im Falle eines Falschgeldverdachts:
Noch ein wichtiger Hinweis:
Auch wenn Falschgeld nicht ersetzt wird, sollte kein Händler auf die Idee kommen, sich schadlos zu halten, in dem er Falschgeld wieder in Umlauf bringt.
Denn wer heute wissentlich Falschgeld einkassiert hat und weitergibt, macht sich strafbar lt. Paragraph 36 laut Bundesbank- Gesetz. Hier können Geldbußen bis zu 300.000 Euro drohen.
EC Kartenbetrug
Seit Wegfall des herkömmlichen Euroschecks ist eine weitere neue Gefahr seit ca. 2-3 Jahren der EC-Kartenbetrug. Im Jahr 2004 wurden 67591 von Betrug mit Geldkarten bekannt. Dies bedeutete ein Plus zum Vorjahr von 4,8%.
Interessant dabei ist, dass die meisten Betrügereien in Geschäften passieren, wo eine Bezahlung mit einer Geldkarte ohne die Eingabe einer PIN-Nummer durchgeführt wird.
Es wird heutzutage zwischen dem Offline- und dem Online- Verfahren unterschieden.
Im Offline- Verfahren ist es im Handel so, dass der Kunde nur seine Geldkreditkarte vorzeigt und keine Geheimnummer (PIN-Nummer) eingeben muss. Hierbei wird meist nur die Unterschrift verglichen. Der Einzug des Einkaufsbetrages erfolgt im so genannten Lastschriftverfahren.
Das Problem beim Lastschriftverfahren:
Wird eine EC-Karte gestohlen, informiert der Betroffene meist zunächst die Bank, um die Karte sperren zu lassen. Meist bringt dies gar nichts, da der Dieb weiter mit der Karte einkauft, denn die Kartenlesegeräte sind nicht mit der Bank verbunden. Es merkt niemand, dass mit einer gestohlenen Karte und vielleicht schon gesperrten Karte weiter bezahlt wird.
In der heutigen Zeit, wo immer mehr Privathaushalte überschuldet sind ein zusätzliches Problem. Das Online- Verfahren ist wesentlich sicherer, weil der Kunde im Geschäft hier seine Geheimzahl mit eingeben muss und sofort über eine Computer- und Netzverbindung geprüft wird, ob die EC-Karte echt ist, nicht gestohlen ist und der Kunde auch liquide ist. Leider ist dieses Verfahren auch bei der Installierung im Geschäft wesentlich kostspieliger.
Zumindest ist es wichtig, wenn Geldkarten ohne Eingabe von Geheimnummern angenommen werden, einige wichtige Verhaltensregeln zu beachten:
Verhalten bei Überfällen
An jedem Werktag wurden in 2003 im Schnitt 16 Einzelhandelsgeschäfte überfallen, was insgesamt 5.095 Raubüberfälle bedeutet. Davon wurden allein in 46 Prozent der Fälle mit einer Waffe Verkaufsmitarbeiter bedroht. In fast 90 Überfällen wurde sogar geschossen. Der Schaden bisher 18,4 Millionen Euro. 6277 Menschen in 2003 Opfer von Raubüberfällen im Einzelhandel
Vom 01. August 2005/ Porta Westfalica Am Samstag gab es einen Raubüberfall auf ein Frisörgeschäft um 7.35 Uhr. Ein Mann hatte das Geschäft betreten und die Inhaberin und eine Kundin mit einer Schusswaffe bedroht. Er forderte die Herausgabe allen Bargeldes. Zur Untersteichung der Tat gab der Täter einen Schuss in den Raum ab.
Vom 09. März 2005/ Minden In einem Zoofachgeschäft wurde ein Kunde von einer Verkäuferin kurz vor Ladenschluss zuerst beraten und an der Kasse zog er plötzlich eine Pistole und forderte das Geld aus dem Tresor. Interessant: Er wartete dabei ab, dass alle anderen Kunden zuerst das Geschäft verlassen hatten.
Allein diese Fakten und beispiele aus Tageszeitungen sind beunruhigend genug, sich mit der Thematik auseinander zu setzen.
Wichtig ist, dass jeder Mitarbeiter im Geschäft weiß, wie er sich im Notfall zu verhalten hat, um die Täter, die häufig erst durch „falsches“ Verhalten von Verkaufsmitarbeitern gewalttätig werden.
Verhalten bei Überfällen im Geschäft
Was kann der Geschäftsinhaber zur Prävention bei Überfällen tun?
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| Hans-Günther
Lemke Training für Führung und Verkauf Basenberg 22 D-32457 Porta Westfalica Telefon: (+49) 05706-1518 Telefax: (+49) 05706-955548 E-Mail: info@lemke-training.de Internet: http://www.lemke-training.de |