Pressespiegel


Zurück zur Übersicht
Pressespiegel
Pressebericht aus:
Grüner Markt, September 2005

Kontra Betrug und Klau
 

Die Bereiche Falschgeld, EC-Kartenbetrug und Ladendiebstahl mit Gewaltandrohung weisen steigende Tendenzen auf. Grund genug, auch für den Inhaber eines gärtnerischen Einzelhandelsbetriebs, sich damit zu beschäftigen.

September 2004: "Unbekannte suchten sich während der Geschäftszeit gezielt Ware aus und brachten sie in den Außenbereich des Gartencenters, wo sie sie hinter sperrigen Material versteckten. In der Nacht schnitten sie den Zaun auf und holten die Ware ab."

Mai 2005:

"Mit zwei gefälschten 50-Euro-Scheienen wollte ein Kunde in einem Geschäft zwei Tüten mit Süßigkeiten bezahlen. Der Ladenbesitzer erkannte sofort die Fälschungen, weil sie durch ein härteres Papier auffielen."

 

Juni 2005:

"Kreditkartenbetrüger haben in Läden kräftig abgeräumt. Die Männer fielen auf, als sie wahllos zusammengeraffte Ware mit Kreditkarte bezahlen wollten. Die Polizei fand in einem Kleinbus Waren im Wert von 40000 Euro."

Dies sind nur drei Beispiele dafür, welche Gefahren heute auf jeden Geschäftsbetreiber "lauern". Daher sollte er sich auch mit dem Thema Diebstahlverhütung und Sicherheit und Vorbeugemaßnahmen treffen. Die vom EHI (Eurohandelsinstitut in Köln) erhobenen letzten Daten vom Juni 2005 zeigen Inventurdifferenzen im Bau- und Gartencentermarktbereich von 1,44% vom Bruttoumsatz auf.

Die polizeiliche Kriminalstatistik vom Juni 2005 zeigt, dass 2004 besonders die Bereiche Falschgeld, EC-Kartenbetrug und Ladendiebstahl mit Körperverletzung oder Gewaltandrohung steigende Tendenzen aufzeigen. Auch werden die Ladendiebe immer kreativer und professioneller bei der Durchführung ihrer Straftaten.

 

Falschgeld - Vorsicht vor falschen Fuffzigern!

 

Zwei Jahre nach der Euro-Einführung haben sich auch die Geldfälscher an die neue Währung gewöhnt. Wie die Deutsche Bundesbank sagt, kommen auf 1 Mio. Banknoten 15 Blüten. Am häufigsten wird der 50 Euro-Schein gefälscht, die meistkopierte Münze ist das 2 Euro-Stück. Insgesamt wurden hierzulande im Jahr 2004 rund 81000 Fälschungen registriert.

Wegen moderner Drucktechniken wird Falschgeld immer professioneller.
Um sich zu schützen, gibt es nur ein Mittel: Geschultes Verkaufspersonal und Sicherheitsgeräte.

Bei den Geldprüfgeräten gibt es verschiedene Alternativen:

Der "Quicktester" sieht aus wie ein Stift. Zieht man mit diesem über den Schein einen Strich, so verfärbt er sich bei einem "falschen" Schein schwarz, bei echten Scheinen ist nichts zu sehen. Der "Quicktester" ist handlich und in der Anschaffung besonders günstig. Der Nachteil ist, dass der Stift meist nur die schlechteren Fälschungen erkennen kann.

 

Eine bessere, wenn auch eine kostenintensivere Alternative ist der Einsatz von UV-Lampen in den Kassentischen. Der Vorteil ist hier, dass die einfachen Fälschungen erkannt werden können und der Mitarbeiter an der Kasse kein Gerät in die Hand nehmen muss. Echte Banknoten leuchten farbig auf, falsche Scheine erscheinen in einem blauen Licht. Aber auch hierbei ist es Fälschern schon gelungen, die UV- Lampen durch gut gemachte "Blüten" zu überlisten.

Die beste Möglichkeit, wenn auch teuerste Methode zur Absicherung sind deshalb Geldprüfgeräte, die immer mehrere Sicherheitsmerkmale der Geldscheine überprüfen können.

Auch ein Vorteil: Gute Prüfgeräte können auch verschiedene Währungen bzw. Banknoten auf Echtheit jederzeit erkennen. Hierzu gibt es ausführliches Infomaterial und sogar Lernprogramme für Kassenmitarbeiter bei der Deutschen Bundesbank.
Infos unter: www.deutsche-bundesbank.de

Noch ein wichtiger Hinweis: Auch wenn Falschgeld nicht ersetzt wird, sollte kein Händler auf die Idee kommen, sich schadlos zu halten, in dem er Falschgeld wieder in Umlauf bringt. Denn wer heute wissentlich Falschgeld einkassiert hat und weitergibt, macht sich strafbar lt. Paragraph 36 laut Bundesbank- Gesetz. Hier können Geldbußen bis zu 300.000 Euro drohen.

Verhalten bei EC Kartenbetrug

Seit Wegfall des herkömmlichen Euroschecks ist eine weitere neue Gefahr seit ca. 2-3 Jahren der EC-Kartenbetrug. In 2003 waren ca. 22 Millionen Geldkarten im Umlauf, dies auch mit steigender Tendenz (ein Plus zum Vorjahr von 5,8%). Im Jahr 2003 wurden 225.909 Fälle von Betrug mit Geldkarten bekannt. Dies bedeutete ein Plus zum Vorjahr von fast 60%.

Allein in Nordrhein- Westfalen sind lt. dem Landeskriminalamt Düsseldorf über 90% mehr Betrugsfälle vorgekommen als im gleichen Zeitraum im Vorjahr, d.h. 15.110 Fälle. Interessant dabei ist, dass die meisten Betrügereien in Geschäften passieren, wo eine Bezahlung mit einer Geldkarte ohne die Eingabe einer PIN-Nummer durchgeführt wird.

Es wird heutzutage zwischen dem Offline- und dem Online- Verfahren unterschieden.

Im Offline- Verfahren ist es im Handel so, dass der Kunde nur seine Geldkreditkarte vorzeigt und keine Geheimnummer (PIN-Nummer) eingeben muss. Hierbei wird meist nur die Unterschrift verglichen. Der Einzug des Einkaufsbetrages erfolgt im sogenannten Lastschriftverfahren.

Das Problem beim Lastschriftverfahren: Wird eine EC-Karte gestohlen, informiert der Betroffene meist zunächst die Bank, um die Karte sperren zu lassen. Meist bringt dies gar nichts, da der Dieb weiter mit der Karte einkauft, denn die Kartenlesegeräte sind nicht mit der Bank verbunden. Es merkt niemand, dass mit einer gestohlenen Karte und vielleicht schon gesperrten Karte weiter bezahlt wird.

In der heutigen Zeit, wo immer mehr Privathaushalte überschuldet sind ein zusätzliches Problem. Das Online- Verfahren ist wesentlich sicherer, weil der Kunde im Geschäft hier seine Geheimzahl mit eingeben muss und sofort über eine Computer- und Netzverbindung geprüft wird, ob die EC-Karte echt ist, nicht gestohlen ist und der Kunde auch liquide ist. Leider ist dieses Verfahren auch bei der Installierung im Geschäft wesentlich kostspieliger.

Zumindest ist es wichtig, wenn Geldkarten ohne Eingabe von Geheimnummern angenommen werden, einige wichtige Verhaltensregeln zu beachten:

  • Prüfen, ob die Daten und Nummern vorgelegter Scheck- und Kreditkarten übereinstimmen

  • Achten Sie auf Unterschrift, Konto- und Kartennummer, sowie Name des Geldinstituts

  • Lassen Sie den Betrag nur in Ihrer Gegenwart unterschreiben.

  • Vergleichen Sie sehr genau und gründlich die Unterschrift auf dem Kassenbon mit der Unterschrift auf der Scheckkarte

  • Holen Sie sich ausführliche Infos bei der Hausbank oder bei der hiesigen Polizei

Diebstahlverhütung / Inventurverbesserung

 

Es gibt vier Bereiche, in denen Maßnahmen zur Verbesserung von Inventurergebnissen und somit zur Vorbeugung und Abschreckung gegen Diebstahl getroffen werden können: Personelle, organisatorische, psychologische und technische Maßnahmen dienen der Vorbeugung.

 

Personelle Maßnahmen:

  • Vermehrt Durchführung von Schulungen im Markt. Inhalte sollten sein: Verhalten bei Diebstahl, Erkennung von möglichen Dieben und Betrügern, juristische Grundlagen, Tricks der Diebe. Wichtig hierbei ist, diese Schulungen regelmäßig im Jahr zu wiederholen.

  • Zusätzliche Einstellung von Mitarbeitern, zumindest in frequentierten Geschäftszeiten

  • Einsatz von Detektiven (besonders sinnvoll in großen Baumärkten)

Organisatorische Maßnahmen:

  • Bessere, hellere und übersichtlichere Verkaufsraumgestaltung (Diebe bevorzugen dunkle Bereiche)

  • Verbesserte Warenplatzierung zum Beispiel diebstahlgefährdete Artikel mehr in Sichtnähe der Mitarbeiter

  • Trennung von Personal- und Warenwegen/ Personal- Lieferantenkontrollen

Psychologische Maßnahmen:

  • Die wichtigste Maßnahme hier ist das Ansprechen jedes Kunden durch das Verkaufspersonal.

  • Besonders Gelegenheitsdiebe fühlen sich "unwohl" und lassen eher von ihrer Absicht ab, wenn sie merken, dass sie beobachtet werden.

  • Verdächtige Kunden sollten sofort angesprochen werden ("Kann ich Ihnen helfen?")

  • Anbringung von sichtbaren Warnschildern

  • Schließfächer, wenn möglich für mitgebrachte Taschen

  • Einsatz von Kameraattrappen oder Beobachtungsspiegeln (günstigste Lösung zur Abschreckung)

Technische Maßnahmen:

  • Hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten: Von Videoüberwachung bis hin zur akustomagnetischen Technik, wo mit verschiedenen Sicherungsetiketten gearbeitet werden kann. Der Einsatz von technischen Anlagen biete sich immer dann an, wenn mit viel hochwertiger Ware gehandelt wird.

  • Meist rechnen sich Anlagen schon nach ein bis zwei Jahren, was an den Inventurergebnissen zu erkennen ist. Ausführliche Infos geben am besten Sicherheitsunternehmen wie die Firma ADT Sensormatic GmbH in Essen (www.adt-deutschland.de) die nach Beratungsgesprächen firmenspezifische Lösungen anbieten können.

Zum Seitenanfang
Hans-Günther Lemke
Training für Führung und Verkauf
Basenberg 22
D-32457 Porta Westfalica
Telefon: (+49) 05706-1518
Telefax: (+49) 05706-955548
E-Mail: info@lemke-training.de
Internet: http://www.lemke-training.de