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Pressebericht
aus: Grüner Markt, Juni 2005
Optimale
Warenpräsentation im Gartencenter |
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Der Konkurrenzdruck nimmt auch in der Gartencenterbranche stetig zu. Das liegt u.a. auch mit daran, dass mittlerweile fast alle großen Verbrauchermärkte, Baumärkte und zum Teil auch die Discounter ein Teilsortiment an Pflanzen und Blumen anbieten. Das bedeutet, dass sich jeder der im Gartenbereich tätig und verantwortlich ist, noch mehr Gedanken darüber machen muss, wie sich vom Wettbewerber positiv abzuheben ist. Dazu gehört zum einen ein qualifiziertes ausgebildetes Verkaufspersonal vor Ort, zum anderen spielt auch die richtige Warenpräsentation von Sortimenten im Gartencenter und im Außenbereich eine entscheidende Rolle. Der Kunde erwartet im Fachhandel eher eine optisch ansprechende Platzierung als in anderen Vertriebsbereichen.
Grundsätze aus Kundenlaufstudien aus den letzten Jahren haben ergeben:
Demzufolge gibt es in jedem Geschäft verkaufsstarke und verkaufsschwache Zonen oder auch Abteilungen. Entscheidend für eine Verbesserung der Ladenzonen ist zunächst, dass man sich der starken und der weniger umsatzträchtigen Geschäftszonen bewusst ist. Merkmale von verkaufsaktiven Ladenzonen:
Zu den verkaufsstarken Ladenzonen zählen:
Merkmale von verkaufsschwachen Ladenzonen:
Zu den verkaufsschwachen Ladenzonen zählen:
Für die meisten Herstellerfirmen und auch für die meisten Geschäfte wird der Hauptumsatz über die Regalplatzierung bzw. Stammplatzierung gemacht. D.h., der meiste Umsatz wird mit dem Standort umgesetzt, wo die Ware fast immer, außer bei Aktionen, dem Kunden und Verbraucher angeboten wird. Dies kann natürlich auch eine große freie Fläche im Geschäft sein. Folgende Erkenntnisse sind gesichert und nachgewiesen:
Entscheidend für die Bewertung der Regalzonen ist auch immer der Abstand, den Kunde vom Regal wählt, was meist unbewusst passiert. Je kleiner der Abstand des Kunden zum Regal ist, desto kleiner ist auch das Blickfeld des Kunden. Aus diesem nachvollziehbaren Grund macht es häufig Sinn, nicht zu viele Regalböden einzubauen und unterschiedlich tiefe Böden zu platzieren. Es ist wichtig, zu wissen, wie die Rangfolge und Wertigkeit der einzelnen Regalböden ist. Wir unterscheiden beim Gesamtregal:
Die verschiedenen Regalzonen Natürlich ist es beim Einräumen der Artikel nicht unwichtig, auf welchen Regalboden diese platziert werden. Auch in einem Regal gibt es verkaufsstärkere und verkaufsschwächere Bereiche. Durch genaue Kenntnisse der Wertigkeiten und Bedeutung der einzelnen Regalzonen kann die Ware optimal und den Handelszielen gerecht, platziert werden. Wir unterschieden:
Die Sichtzone ist die umsatzstärkste Zone in einem Regal, die Reckzone die umsatzschwächste. Die Zone oberhalb 170 cm kann als kleines Warenlager genutzt werden, besonders für Artikel, die häufig nachgeräumt werden müssen. Natürlich gibt es nicht immer nur vier Regalböden für ein Sortiment, so dass es ziemlich leicht ist, die Regalzonen genau nach den Wertigkeiten einzuteilen. Oft ist es in einem Geschäft, besonders bei Kleinartikeln wie z.B. bei Klebemitteln oder Gartenkleingeräten (Scheren usw.) 6 oder sogar 7 Regalböden aufgrund der Warenmenge einzurichten. Hier macht es jedoch mehr Sinn, die Waren zu "hängen". Dann ist es möglich, dass wir zwei Sichtzonen und zwei Griffzonen haben. Dies stellt jedoch für den Betreiber oder Einrichter kein großes Problem dar. Es muss beim Einsortieren von Produkten vorab genau überlegt und geplant sein, nach welchen Kriterien die Produkte und Artikel platziert sein sollen. Dies kann nach Ertrags- und Umsatz- oder auch Imagegesichtspunkten erfolgen. Die Frage, die außerdem beantwortet werden muss: Welche Artikel sollen in welcher Zone platziert werden? In der Sichtzone können platziert sein: Z.B.:
(umschlagsschwache Produkte oder Artikel, die aus dem Sortiment sind oder nicht mehr hergestellt werden) Sollte in einem Sortiment die Förderungswürdigkeit keine Rolle spielen, dann gehören die mittleren Preislagen in die Sichtzone. Diese Artikel sind häufig auch die bekanntesten. Die Signalwirkung auf den Kunden ist hoch. Dadurch wird die hier gesamt platzierte Warengruppe leicht identifiziert. Ergänzend gilt dann:
In der Bückzone können platziert sein:
Es haben sich mittlerweile zwei Regalplatzierungsformen in der Praxis am meisten bewährt: Die horizontale Platzierung
Bei dieser Form der Platzierung wird eine Artikelgruppe unabhängig vom Hersteller und der Artikelgröße platziert. Der Verbraucher kann sich nur einen Überblick verschaffen, wenn er die gesamte Regalstrecke abgeht. Sie werden dann besonders schwierig, wenn diese über ganze Warenträger laufen, d.h. Breiten von 3-8 Metern. Nachteile: Ein Kunde, der sich viel bewegen muss, ist meist ein „schlechter“ Kunde, weil er nur die Produkte kauft, die er sofort sieht. Er konzentriert sich nur auf einen Regalboden und übersieht dabei oft die Sortimente darunter Die vertikale Platzierung
Im Gegensatz zur horizontalen Platzierung kann der Kunde von einem bestimmten Haltepunkt aus die gesamte Warengruppe übersehen - auch Blockbildung genannt. Sie findet häufig Anwendung, wenn nach Herstellerfirmen oder nach Marken platziert wird. Diese Platzierung orientiert sich nach der Marktbedeutung - nach Umsatz oder nach Absatz/ Menge Nachteile: Durch Beiplatzierungen (neue Artikel o.ä.) ergeben sich häufig unattraktive Verschiebungen der Regalblöcke. Bei einem schnellen Abverkauf entstehen häufig große Lücken, die erst spät erkannt werden und zu Fehlbeständen führen können. Merksätze Allgemeine Platzierungsregeln im Regal
Noch mehr ausführliche Tipps erhalten Sie in dem vom Autor erschienenden Buch "Mehr Umsatz mit optimaler Warenplatzierung", VDM-Verlag Dr. Müller, ISBN 3-936755-18-3, 100 Seiten, 24,80 Euro. |
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| Hans-Günther
Lemke Training für Führung und Verkauf Basenberg 22 D-32457 Porta Westfalica Telefon: (+49) 05706-1518 Telefax: (+49) 05706-955548 E-Mail: info@lemke-training.de Internet: http://www.lemke-training.de |