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Pressebericht
aus: Getränkefachgroßhandel, 15.04.2005
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Der Konkurrenzdruck nimmt auch im Getränkefachhandel stetig zu. Das liegt u.a. auch mit daran, dass mittlerweile fast alle großen Super- und Verbrauchermärkte ein reichhaltiges Sortiment an Getränken haben oder sogar einen separaten Getränkemarkt. Dazu kommt, dass häufig auch die Preise im klassischen Einzelhandel günstiger als im Fachhandel sind. Was also kann der Getränkefachhändler überhaupt tun? Zum einen spielt das Verkaufspersonal eine wichtige Rolle, die dem Kunden durch gute Beratung hilfreich sein kann, was im Supermarkt meist weniger der Fall ist, da Getränke nur eine Warengruppe im Sortiment von vielen und nicht unbedingt die wichtigste darstellt. Zum anderen spielt auch die richtige Warenpräsentation von Sortimenten eine entscheidende Rolle. Der Kunde erwartet im Fachhandel eher eine optisch ansprechende Platzierung als in anderen Vertriebsbereichen. Warum spielt eine optimale Warenplatzierung eine große Rolle? Der Hauptgrund: Zwei Drittel aller Kaufentscheidungen werden nach wie vor immer noch im Geschäft selbst gemacht. Man geht davon aus, dass ca. 55% aller Einkäufe aus dem Impuls heraus geschehen und der Kunde lässt sich von guten Getränkeplatzierungen eher zum Kauf "verleiten". Grundsätze aus Kundenlaufstudien haben ergeben:
Demzufolge gibt es in jedem Geschäft verkaufsstarke und verkaufsschwache Zonen oder auch Abteilungen. Entscheidend für eine Verbesserung der Ladenzonen ist zunächst, dass man sich der starken und der weniger umsatzträchtigen Geschäftszonen bewusst ist. Merkmale von verkaufsaktiven Ladenzonen:
Zu den verkaufsstarken Ladenzonen zählen:
Merkmale von verkaufsschwachen Ladenzonen:
Zu den verkaufsschwachen Ladenzonen zählen:
Für die meisten Herstellerfirmen und auch für die meisten Geschäfte wird der Hauptumsatz über die Regalplatzierung bzw. Stammplatzierung gemacht. D.h., der meiste Umsatz wird mit dem Standort umgesetzt, wo die Ware fast immer, außer bei Aktionen, dem Kunden und Verbraucher angeboten wird. Dies kann natürlich auch eine große freie Fläche im Geschäft sein. Folgende Erkenntnisse sind gesichert und nachgewiesen:
Entscheidend für die Bewertung der Regalzonen ist auch immer der Abstand, den Kunde vom Regal wählt, was meist unbewusst passiert. Je kleiner der Abstand des Kunden zum Regal ist, desto kleiner ist auch das Blickfeld des Kunden. Aus diesem nachvollziehbaren Grund macht es häufig Sinn, nicht zu viele Regalböden einzubauen und unterschiedlich tiefe Böden zu platzieren. Es ist wichtig, zu wissen, wie die Rangfolge und Wertigkeit der einzelnen Regalböden ist. Wir unterscheiden beim Gesamtregal:
Die verschiedenen Regalzonen Natürlich ist es beim Einräumen der Artikel nicht unwichtig, auf welchen Regalboden diese platziert werden. Auch in einem Regal gibt es verkaufsstärkere und verkaufsschwächere Bereiche. Durch genaue Kenntnisse der Wertigkeiten und Bedeutung der einzelnen Regalzonen kann die Ware optimal und den Handelszielen gerecht, platziert werden. Wir unterschieden:
Die Sichtzone ist die umsatzstärkste Zone in einem Regal, die Reckzone die umsatzschwächste. Die Zone oberhalb 170 cm kann als kleines Warenlager genutzt werden, besonders für Artikel, die häufig nachgeräumt werden müssen. Natürlich gibt es nicht immer nur vier Regalböden für ein Sortiment, so dass es ziemlich leicht ist, die Regalzonen genau nach den Wertigkeiten einzuteilen. Oft ist es in einem Geschäft, besonders bei Kleinartikeln wie z.B. bei Kleinflaschen Spirituosen oder Süßwaren nicht anders möglich, 6 oder sogar 7 Regalböden aufgrund der Warenmenge einzurichten. Dann ist es möglich, dass wir zwei Sichtzonen und zwei Griffzonen haben.
Dies stellt jedoch für den Kaufmann oder
Einrichter kein großes Problem dar. Es muss beim Einsortieren von
Produkten vorab genau überlegt und geplant sein, nach welchen Kriterien
die Produkte und Artikel platziert sein sollen. Die Frage, die außerdem beantwortet werden muss: Welche Artikel sollen in welcher Zone platziert werden? In der Sichtzone können platziert sein, z.B.:
Sollte in einem Sortiment die Förderungswürdigkeit keine Rolle spielen, dann gehören die mittleren Preislagen in die Sichtzone. Diese Artikel sind häufig auch die bekanntesten. Die Signalwirkung auf den Kunden ist hoch. Dadurch wird die hier gesamt platzierte Warengruppe leicht identifiziert. Ergänzend gilt dann:
In der Bückzone können platziert sein:
Allgemeine Platzierungsregeln im Getränkefachhandel
Noch mehr ausführliche Tipps erhalten Sie in dem vom Autor erschienenden Buch: Mehr Umsatz mit optimaler Warenplatzierung, VDM-Verlag Dr. Müller, ISBN 3-936755-18-3, 100 Seiten, 24,80 Euro |
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| Hans-Günther
Lemke Training für Führung und Verkauf Basenberg 22 D-32457 Porta Westfalica Telefon: (+49) 05706-1518 Telefax: (+49) 05706-955548 E-Mail: info@lemke-training.de Internet: http://www.lemke-training.de |