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Pressebericht aus:
Mindener Tageblatt
, 16.12.2004

"Falsche Fuffziger" bei Betrügern beliebt

"Falsche Fuffziger" bei Betrügern beliebt

50-Euro Banknote wird am häufigsten gefälscht
Buchautor Hans-Günther Lemke gibt Handel Sicherheitstipps

Gelegenheit macht Diebe und insbesondere in der hektischen Vorweihnachtszeit finden Langfinger in vielen Geschäften reichlich Gelegenheiten.

Hans-Günther Lemke, Verkaufstrainer und Buchautor aus Porta Westfalica, will den Handel auf Schwachpunkte aufmerksam machen. Sein neues, inzwischen drittes Buch, trägt den Titel: Erfolgreiche Diebstahlverhütung und mehr Sicherheit im Einzel- und Fachhandel.

Lemke schildert in dem Buch nicht nur die einschlägigen Tricks von Dieben, sondern geht auch auf neue Entwicklungen ein. „Falschgeld ist ein Riesenthema. Das war vor zwei Jahren noch ganz anders. Die Entwicklung hängt mit den allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zusammen“, so Lemke gegenüber unserer Zeitung.

Allein im ersten Halbjahr 2004 wurden laut Europäischer Zentralbank fast 36000 "Blüten" eingezogen. Das ist ein Drittel mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. „Nicht nur der Verbraucher, auch die Betrüger mussten sich erst auf den Euro einstellen“, so Lemke.

Diese Umstellung sei den Fälschern inzwischen leider gelungen, wie die vielen Blüten zeigen. Vor allem der 50-Euro-Schein ist als Fälschungsobjekt beliebt. Interessante Parallele: Zu D-Mark- Zeiten wurde der ebenfalls hauptsächlich der Fünfziger gefälscht. Die Ziffer ist gleich geblieben, die Wertsteigerung für Betrüger beträgt jedoch fast 100 Prozent. Zumindest in diesem Fall wird der Euro wirklich zum Teuro.

Lemkes Empfehlung an die Händler ist eindeutig: Aktuelle Geldprüfgeräte müssen her. Die seien mit 200 Euro pro Stück durchaus erschwinglich. In mehrstöckigen Handelshäusern gehöre auf jede Etage solch ein Apparat. Niemand könne den Verkäufern (zumal in der Weihnachtszeit) zumuten, jeden Geldschein von Hand zu prüfen, ihn gegen das Licht halten und zu kippen. „Ab 100 Euro sollte auf jeden Fall das Prüfgerät benutzt werden“, meint Lemke. Zumal die Hunderter-Blüten gegenüber den "falschen Fuffzigern" zuletzt aufgeholt hätten.

Eine weitere neue Gefahr sieht Lemke im EC-Kartenbetrug. Laut Landeskriminalamt Düsseldorf haben sich die Betrugsfälle in Nordrhein- Westfalen im Jahr 2003 fast verdoppelt. Lemke: „Die meisten Betrügereien geschehen in Geschäften, wo eine Barzahlung mit einer Geldkarte ohne Eingabe einer Pin- Nummer erfolgt.“ Wenn kein Pin- Gerät zur Verfügung steht, sollten die Verkäufer zumindest die Unterschriften auf Kassenbon und Scheckkarte genau vergleichen. „Das geschieht viel zu selten.“

Auch "Kuno" kann eine Hilfe sein

Effektiver arbeite das E-Mailsystem namens „Kuno“, mit dessen Hilfe die Daten über die Polizei an die Händler geschickt werden, die somit das inzwischen gesperrte Konto erkennen können. Lemke: „EC- Kartenbetrug wird ein Thema bleiben, auch wegen der zunehmenden Verschuldung von Privathaushalten.“

Das neue Buch von Hans- Günther Lemke, Vorstandsmitglied im Berufsverband der Verkaufsförderer und Trainer (BDVT), ist im Verlag Dr. Müller erschienen und in Buchläden oder direkt über den Autor (Telefon 05706-1518) zu beziehen.

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Hans-Günther Lemke
Training für Führung und Verkauf
Basenberg 22
D-32457 Porta Westfalica
Telefon: (+49) 05706-1518
Telefax: (+49) 05706-955548
E-Mail: info@lemke-training.de
Internet: http://www.lemke-training.de