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"Falsche
Fuffziger" bei Betrügern beliebt
50-Euro Banknote
wird am häufigsten gefälscht
Buchautor Hans-Günther Lemke gibt Handel Sicherheitstipps
Gelegenheit
macht Diebe und insbesondere in der hektischen Vorweihnachtszeit finden
Langfinger in vielen Geschäften reichlich Gelegenheiten.
Hans-Günther Lemke, Verkaufstrainer und Buchautor aus Porta Westfalica,
will den Handel auf Schwachpunkte aufmerksam machen. Sein neues,
inzwischen drittes Buch, trägt den Titel: Erfolgreiche
Diebstahlverhütung und mehr Sicherheit im Einzel- und Fachhandel.
Lemke schildert in dem Buch nicht nur die einschlägigen Tricks von
Dieben, sondern geht auch auf neue Entwicklungen ein. „Falschgeld ist
ein Riesenthema. Das war vor zwei Jahren noch ganz anders. Die
Entwicklung hängt mit den allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten
zusammen“, so Lemke gegenüber unserer Zeitung.
Allein im ersten Halbjahr 2004 wurden laut Europäischer Zentralbank fast
36000 "Blüten" eingezogen. Das ist ein Drittel mehr als zum gleichen
Zeitpunkt des Vorjahres. „Nicht nur der Verbraucher, auch die Betrüger
mussten sich erst auf den Euro einstellen“, so Lemke.
Diese Umstellung sei den Fälschern inzwischen leider gelungen, wie die
vielen Blüten zeigen. Vor allem der 50-Euro-Schein ist als
Fälschungsobjekt beliebt. Interessante Parallele: Zu D-Mark- Zeiten
wurde der ebenfalls hauptsächlich der Fünfziger gefälscht. Die Ziffer
ist gleich geblieben, die Wertsteigerung für Betrüger beträgt jedoch
fast 100 Prozent. Zumindest in diesem Fall wird der Euro wirklich zum
Teuro.
Lemkes Empfehlung an die Händler ist eindeutig: Aktuelle Geldprüfgeräte
müssen her. Die seien mit 200 Euro pro Stück durchaus erschwinglich. In
mehrstöckigen Handelshäusern gehöre auf jede Etage solch ein Apparat.
Niemand könne den Verkäufern (zumal in der Weihnachtszeit) zumuten,
jeden Geldschein von Hand zu prüfen, ihn gegen das Licht halten und zu
kippen. „Ab 100 Euro sollte auf jeden Fall das Prüfgerät benutzt
werden“, meint Lemke. Zumal die Hunderter-Blüten gegenüber den "falschen
Fuffzigern" zuletzt aufgeholt hätten.
Eine weitere neue Gefahr sieht Lemke im EC-Kartenbetrug. Laut
Landeskriminalamt Düsseldorf haben sich die Betrugsfälle in Nordrhein-
Westfalen im Jahr 2003 fast verdoppelt. Lemke: „Die meisten Betrügereien
geschehen in Geschäften, wo eine Barzahlung mit einer Geldkarte ohne
Eingabe einer Pin- Nummer erfolgt.“ Wenn kein Pin- Gerät zur Verfügung
steht, sollten die Verkäufer zumindest die Unterschriften auf Kassenbon
und Scheckkarte genau vergleichen. „Das geschieht viel zu selten.“
Auch "Kuno" kann eine Hilfe sein
Effektiver arbeite das E-Mailsystem namens „Kuno“, mit dessen Hilfe die
Daten über die Polizei an die Händler geschickt werden, die somit das
inzwischen gesperrte Konto erkennen können. Lemke: „EC- Kartenbetrug
wird ein Thema bleiben, auch wegen der zunehmenden Verschuldung von
Privathaushalten.“
Das neue Buch von Hans- Günther Lemke, Vorstandsmitglied im
Berufsverband der Verkaufsförderer und Trainer (BDVT), ist im Verlag Dr.
Müller erschienen und in Buchläden oder direkt über den Autor (Telefon
05706-1518) zu beziehen.
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