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Pressebericht aus:
Newsletter des Trainingsinstituts BEA, Unna

Diebstahlverhütung im Einzelhandel

von Hans-Günther Lemke

Liebe BEA-Newsletter-Abonnentinnen und -Abonnenten!

Wir freuen uns, Ihnen unseren Sommer-Newsletter 2004 zu übermitteln. In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen einzelne Themen aus unserer Beratungsarbeit in Unternehmen näher vorstellen. Dazu haben wir zwei unterschiedliche, jedoch sehr aktuelle Beispiele ausgewählt: Coaching und Diebstahlverhütung im Einzelhandel. Außerdem finden Sie wie gewohnt Infos & Termine. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Diebstahlverhütung im Einzelhandel

Inventurergebnisse verbessern - Richtiger Umgang bei Ladendiebstählen

Ladendiebe werden heute immer jünger und leider auch professioneller. Deshalb ist es unerlässlich für jeden, der im Verkauf tätig ist, sich mit diesem Thema noch mehr als in der Vergangenheit auseinander zusetzen. Allein im Jahr 2003 wurden im deutschen Einzelhandel schätzungsweise Waren im Wert von ca. 5 Milliarden EURO gestohlen. Oft wird erst im Handel reagiert, wenn die Inventurergebnisse feststehen. Oft zu spät, wenn die Inventurdifferenz im Verhältnis zum Umsatz zu hoch ist und dadurch Arbeitsplätze und notwendige Betriebsergebnisse gefährdet sind.

Der durchschnittliche Wert der Inventurdifferenzen lag in den letzten beiden Jahren schon im deutschen Lebensmitteleinzelhandel bei ca. 0,6%-1,2 % vom Bruttoumsatz. Eine gute Möglichkeit, Diebstahl im Geschäft zu verhindern, ist der Einsatz von elektronischen Artikelabsicherungen. Jedoch euch eine kostspielige Möglichkeit, die sich meist nur große Handelsunternehmen leisten können. Deshalb gilt es, seine Mitarbeiter noch sensibler für dieses Thema zu machen. Hier die wichtigsten Tipps und Verhaltensregeln:

Wie erkenne ich einen Ladendieb?
Viele Ladendiebe machen durch bestimmte Verhaltensweisen auf sich aufmerksam.

  • Zielloses und unentschlossenes Umherlaufen im Laden

  • Unruhiges und misstrauisches Beobachten von Käufern und Verkäufern (der ehrliche Kunde interessiert sich für die Ware und nicht für sein Umfeld)

  • Genaues Verfolgen aller Vorgänge im Verkaufsraum

  • Häufiger Wechsel des Standorts und Wiederkehren an einen Standort

  • Langes, eingehendes Betrachten der Ware und Interesse für die unterschiedlichsten Artikel, die in die Hand genommen werden, häufig aber auch wieder zurückgelegt werden. Sinn und Zweck ist das Warten auf eine günstige Gelegenheit.

Wann sind Ladendiebe am meisten aktiv?

Gestohlen wird rund um die Uhr. Ladendiebe sind dann besonders aktiv, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Das können sowohl die hektischen Geschäftsstunden mittags oder abends sein, als auch die ruhigen Zeiten im Laden, in denen die Aufmerksamkeit des Personals nachlässt. Massenandrang bei Neueröffnungen und Sonderaktionen. Vor Feiertagen wie Weihnachten und Ostern. Die Monate mit der höchsten Ladendiebstahlsquote sind März, April, November, Dezember. Die beliebtesten Wochentage sind Montag, Freitag und Samstag.

Wie verhalte ich mich beim Stellen eines Ladendiebs?

  • Ruhe bewahren, d.h. nicht hektisch sein, da sich dies sonst auf den "Ertappten" überträgt.

  • Einschreiten zum richtigen Zeitpunkt, d.h. erst wenn der Ladendiebstahl zweifelsfrei feststeht, sollte eingegriffen werden, d.h. in der Regel hinter dem Kassenbereich.

  • Das Gespräch mit dem Dieb immer im Beisein eines Zeugen führen.

  • Keine körperlichen Durchsuchungen - dies ist nur der Polizei erlaubt.

  • Beweise sichern, d.h. darauf achten, dass der Ladendieb die gestohlene Ware nicht auf dem Weg in das Büro ablegt.

  • Polizei hinzuziehen, wenn sich der Dieb nicht ausweisen kann oder ein Wiederholungstäter ist.

Sollte ein ehrlicher Kunde zu Unrecht beschuldigt worden sein, ist das mindeste, sich sofort und ausdrücklich zu entschuldigen. Bei allen Maßnahmen gegen Ladendiebstahl niemals vergessen: Jeder Dieb kommt als Kunde, aber nicht jeder Kunde ist ein Dieb!
 

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Hans-Günther Lemke
Training für Führung und Verkauf
Basenberg 22
D-32457 Porta Westfalica
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