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Pressebericht
aus: Protector Spezial, 07. Mai 2004 Neuen Gefahren im Handel wirksam begegnen |
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Ladendiebe werden heute immer gewaltbereiter, professioneller und auch kreativer. Allein im Jahr 2003 wurden im deutschen Einzelhandel Waren im Wert von geschätzten ca. 5 Milliarden EURO gestohlen. Es ist kein Geheimnis mehr, dass auch aufgrund der wirtschaftlichen Schräglage mehr "geklaut" wird, als noch in den Jahren vor der Euroeinführung und des wirtschaftlichen Abschwungs. In wirtschaftlich schlechten Zeiten wurde nachweislich schon immer mehr gestohlen, als in den Jahren davor. Auch gilt es "neuen Gefahren" wie z.B. Falschgeld, EC-Kartenbetrügereien oder auch vermehrt Mitarbeiterdelikten auf die "Schliche" zu kommen. Deshalb ist es unerlässlich für jeden, der im Verkauf tätig ist, sich mit Themen, die Ladendiebstahl oder Sicherheit betreffen, noch mehr als in der Vergangenheit auseinander zusetzen. Das beste Rezept, hier entgegen zu wirken, ist immer noch der aufmerksame Mitarbeiter im Geschäft. Allein in Nordrhein- Westfalen haben sich z.B. die Gewaltdelikte auf fast 50.000 Fälle um 7,1% zum Vorjahr erhöht. Als Beispiel zwei aktuelle Zeitungsberichte: Mindener Tageblatt vom 24. Februar 2004: Mit einem Messer hat sich en 20jähriger Ladendieb gegen einen Kaufhausdetektiv zur Wehr gesetzt. Der Gauner hatte in einem Kaufhaus Pullover gestohlen. As ihn der Detektiv stellte, zückte der Täter ein Messer und stach um sich. Dank der Hilfe von Passanten gelang es, ihn in der Toilette einer Spielothek einzuschließen. Oder der Fall vom 16. Januar 2004 aus Neustadt: Beim Überfall auf eine Bäckerei ist eine Verkäuferin schwer verletzt worden. Der Täter hatte gewartet, bis die Frau alleine war. In dem Moment rammte er ihr ein Messer in den Rücken. Die 40jährige brach bewusstlos zusammen. Der Täter erbeutete Bargeld und Briefmarken von mehreren tausend Euros. Dies sind nur zwei Beispiele von vielen dafür, dass selbst in kleineren Geschäften wie z.B. in einer Bäckerei die Gewalt von Straftätern keine Grenzen kennt. Deshalb gilt hier: Besser ist, ruhig zu bleiben, den Straftäter nicht zu provozieren und sich, nachdem der Täter verschwunden ist, wichtige Merkmale des Täters , wie z.B. Hautfarbe, Kleidung, Akzent, Aussehen usw. zu merken, und diese Details sofort an das hiesige Polizeirevier weiterzugeben. Es macht wenig Sinn, sich selbst unnötig in Gefahr zu begeben. Eine neue Bedrohung erst seit ca. zwei Jahren ist die Bombendrohung sogar in kleineren Geschäften, was noch vor nur wenigen Jahren in Deutschland fast gar nicht vorgekommen ist. Auch wenn dies manchmal aus "Spaß" passiert, ist es wichtig, dass jeder Geschäftsführer weiß, wie mit solch einer Bedrohung richtig umzugehen ist. Viele erinnern sich sicherlich noch an das Pärchen, die es im letzten Herbst 2003 geschafft haben, sogar den Flughafenbetrieb in Bonn und Düsseldorf aufgrund einer Bombendrohung für mehrere Stunden komplett "lahmzulegen". |
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| Hans-Günther
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