|
|

Outdoorverkauf von Obst & Gemüse: Der Verkaufstrainer und Handelsberater
Hans- Günther Lemke sagt, worauf im Außenverkauf zu achten ist.
Wenn die kalte Jahreszeit vorüber ist, ist es wieder soweit:
Insbesondere für das Obst & Gemüse-Sortiment bietet es sich für viele
Händler an, die Außenflächen vor dem Geschäft in einen Marktplatz zu
verwandeln. Das funktioniert meist mit großem Erfolg, denn Obst, Gemüse
und Blumen sind wahre Kundenmagneten.
Das Hauptziel einer solchen Außenplatzierung besteht für den Kaufmann
und die Hersteller vor allem darin, die Kundenfrequenz deutlich zu
erhöhen und dadurch Zusatzumsätze zu realisieren. Da passt es natürlich
ausgezeichnet, dass die Warengruppe O&G im Lebensmittelhandel immer noch
zu den ertragsstärksten zählt.
Aber worauf muss geachtet werden:
-
Den Kunden muss Abwechslung geboten werden. Hierbei besteht auch die
Möglichkeit im Außenbereich Ware anzubieten, die nicht immer im
Stammsortiment zu finden ist oder nur zu besonderen Saisonzeiten
erhältlich ist.
-
Der Aufwand für die meisten "Outdoor-Platzierungen" hält sich in
Grenzen. Je nach Verkaufsfläche sind meist ein bis zwei Mitarbeiter
notwendig, die im besten Fall auch gleichzeitig die Ware vor Ort
abkassieren, damit im Markt selbst keine Missverständnisse vorkommen
können.
-
Dafür wird eine Waage benötigt, die jedoch jedes Geschäft als Reserve im
Lager stehen haben sollte. Dies gilt auch für eine "rollende" Kasse,
auch hier sollte man immer eine Ersatzkasse als Reserve bereit haben.
-
Oft reicht für die Platzierung ein großer Regenschirm aus ( wird von
vielen Markenartikelunternehmen kostenlos als Werbung an die Geschäfte
gegeben- Sprechen Sie den Außendienstreisenden an), der die Ware vor
Regen, Schnee oder Sonne schützt.
-
Bei Blumenplatzierungen bieten die meisten Blumenlieferanten
verschiedene Blumenpräsenter an, die auch leihweise ohne Kosten
erhältlich sind.
-
Bei Außenverkäufen ohne Personal müssen Sie leider mit erhöhtem
Diebstahl rechnen!
-
Bei allen Außenplatzierungen mit frischer Ware sind natürlich die
gesetzlichen Lebensmittelhygienevorschriften (LMHV), wie auch bei der
Platzierung im Geschäft genauestens einzuhalten.
-
Zusätzlich muss bei Platzierungen auf oder in der Nähe von Bürgersteigen
z.B. auch die Straßenverkehrsordnung eingehalten werden. Erkundigen Sie
sich am besten bei ihrem zuständigen Bauamt, das weiterhilft.
Checkliste Outdoor-Verkauf
-
Welches Motto möchte ich über die Aktion stellen. Z.B. "Fit in den
Frühling" oder " Frisches aus Italien" usw.
-
Welche Artikel sollen beworben werden? (Jahreszeit beachten)
-
Wo genau soll die Ware im Außenbereich verkauft werden, ohne dass der
Kundenlauf negativ beeinflusst wird?
-
Welche Werbematerialien (Plakate, Handzettel) brauche ich?
-
Welche Werbemedien kann ich einsetzen? (POS-Radio, Zeitung)
-
Welche Mengen muss ich mindestens disponieren?
-
Ist die Nachbestellung gesichert?
-
Welche Mitarbeiter kann ich zur Beratung einsetzen?
-
Soll eine Verkostung stattfinden? (Wichtig bei Verkauf von neuen
exotischen Früchten)
-
Wie soll die Ware präsentiert werden? (Paletten, Obstkarre, Schütten)
-
Sind die Warenträger schnell und mühelos zu bewegen? (wichtig, falls
diese nicht wetter- und windfest sind)
-
Sind alle Verkaufsständer auch in einwandfreiem Zustand, so dass z.B.
spielende Kinder diese nicht umwerfen oder sich verletzen können?
-
Blockieren die Außenplatzierungen nicht den Eingangsbereich?
-
Entspricht die Platzierung den behördlichen Bestimmungen?
|