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Pressebericht aus:
Lebensmittel-Zeitung Direkt 06.01.2003

Bedeutung von Brot- und Backwaren
für den Einzelhandeln

Das Geschäft mit Brot- und Backwaren ist in letzter Zeit schwieriger geworden.

Zum einen ist der Wettbewerb für den Einzelhandel mit den Discountern wesentlich größer geworden. Zum anderen ist auch der Pro-Kopf-Verbrauch von Brot- und Backwaren etwas zurückgegangen.

Der "Kuchen", sprich Umsatz, den es zu verteilen gibt, wird also kleiner. Hinzu kommt., dass es in Deutschland über 300 Brotsorten gibt, aber nicht alle platziert werden können. Ein Mindestangebot von ca. 50 Sorten ist heute eher Standard.

Welche Sorten in das Regal gehören, hängt auch von regionalen Gegebenheiten ab, so wird z.B. in Norddeutschland eher "Volles Korn" gegessen. Auch müssen laufend aktuelle Veränderungen und Trends berücksichtigt werden.

Umso wichtiger ist es für jeden Markt- oder Abteilungsleiter sich mit dieser, meist auch ertragskräftigen Warengruppe, immer intensiver auseinander zusetzen und generelle Punkte zu beachten.

Die wichtigsten Trends in der Übersicht:

  • Aufbackware aus dem Kühlregal oder aus der Kühltruhe
  • Backstationen in den Supermärkten und im SB- Warenhaus
  • Originelle Backwaren, z.B. in der Form (Dreiecksbrötchen)
  • Zielorientierte Backwaren, z.B. Kuchen nur für Kinder
  • "Wellness-Backwaren", d.h. Brot und Backwaren für den umweltbewussten Verbraucher

Standort des Brot- und Backwarenregals

  • Die Empfehlung lautet immer, wenn möglich, im hinteren Drittel des Geschäfts. Da eine Brotabteilung viele Kunden anzieht, kann die Abteilung somit auch als Lenkungsinstrument genutzt werden.
  • Verwandte Artikel sind besonders gut für den Zusatzumsatz. Beispielsweise Kuchen, Keks, süße Brotaufstriche, Kaffee, Tee oder in der Nähe von Cerealien.
  • Brotwaren sollten nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe von Kühlregalen platziert werden, da Kälte die Haltbarkeit von Brot beeinträchtigen kann.
  • Dies gilt auch für die Platzierung des Regals in der Nähe von Obst und Gemüse, da auch Feuchtigkeit die Brotqualität negativ beeinflussen kann.
  • Ideal sind fünf Regalböden bis zu einer maximalen Regalhöhe von ca. 170 cm.

Die wichtigsten Platzierungsregeln

  • Toast, Knäckebrot und Spezialitäten im obersten Regalboden platzieren
  • Schnittbrot ist der Renner und sollte immer in der Griff- und Blickzone im Regal platziert werden und sollte auch den meisten Platzanteil haben
  • Horizontale Anordnung im Regal, damit kein Lieferant besonders bevorzugt wird
  • Ungeschnittene Brote eher im unteren Bereich des Regals
  • Brötchen und Aufbackwaren im untersten Regalboden,. Da Aufbackwaren aktuell im Trend liegen, sollten diese Artikel auch in einer zusätzlichen Platzierung, z.B. Tisch oder Schütte unbedingt angeboten werden
  • Achten Sie immer darauf, dass Preisangaben und Brotbezeichnungen übereinstimmen
  • Überfüllte Regale bei Brot vermeiden, Grifflücken lassen
  • Ware mindestens zweimal täglich auf MHD und Schimmelbefall prüfen
  • Älteres Brot immer nach vorn, Frischware nach hinten
  • Regal mindestens wöchentlich auswaschen

Das Brotsortiment richtig platziert verspricht auch heute noch Verkaufserfolg.

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Hans-Günther Lemke
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